Nach den USA und China folgt Südkorea mit Gigabit-Zugang für 46,9 Millionen Menschen, Spanien mit 30,1 Millionen und Kanada mit 15,9 Millionen. Betrachtet man die Abdeckung im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, bleibt Singapur mit Gigabit-Internet für 95 % der Bevölkerung weltweit führend.
Obwohl die Tatsache, dass mittlerweile jeder Zwanzigste Zugang zu Gigabit-Internet hat, einen bedeutenden globalen Fortschritt darstellt, steht dies im krassen Gegensatz zu den geschätzten 50 % der Weltbevölkerung, die immer noch keinen Internetzugang haben. In den letzten zwölf Monaten haben lediglich zwei neue Länder – Bahrain und Malaysia – Gigabit-Internet erhalten. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als acht Länder neu in die Liste der Länder mit Gigabit-Internet aufgenommen wurden.
Mit der weltweiten Aktivierung von Gigabit-fähigen 5G-Netzen ist der Anteil der Mobilfunktechnologie an der Gigabit-Internetbereitstellung gestiegen, während der Anteil der Glasfaser entsprechend gesunken ist. Dieser Trend wird sich voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren mit dem Ausbau der 5G-Netze fortsetzen. Diese oberflächliche Beobachtung verdeckt jedoch die Tatsache, dass Glasfaser in den meisten Mobilfunk-, Kabel- und Telekommunikationsnetzen weiterhin die bevorzugte Backhaul-Infrastruktur darstellt. Dadurch ist Glasfaser eine entscheidende, wenn auch manchmal übersehene Komponente für die meisten Gigabit-Internet-Anbieter.
„Es ist nicht überraschend, dass wir einen allmählichen Wandel von kabelgebundenen Gigabit-Internetverbindungen hin zu drahtlosen Technologien beobachten. Mit dem zunehmenden Ausbau kommerzieller 5G-Netze wird sich dieser Übergang dramatisch beschleunigen und bald einen Wendepunkt erreichen“, sagte Sameh Yamany, Chief Technology Officer von VIAVI. „Doch selbst mit dem weltweiten Ausbau von 5G-Netzen bleibt die Prüfung und Fehlerbehebung von Glasfasernetzen von entscheidender Bedeutung, da Mobilfunkbetreiber zunehmend auf glasfaserbasierte Netzinfrastruktur setzen.“.
