Das dreijährige Forschungsprogramm GALACTICO hat zum Ziel, drei der etabliertesten Integrationsmaterialien – Indiumphosphid (INP), Galliumarsenid (GaAs) und Silizium (Si) – in einer gemeinsamen Silizium-basierten Plattform zu vereinen. Dadurch sollen die hohen Anforderungen an Leistung, hohe Stückzahlen und niedrige Kosten optischer Transponder der nächsten Generation für Gigabit-Ethernet (GbE) und Terabit erfüllt werden. Das GALACTICO-Konsortium besteht aus neun Partnern*, darunter universitäre Forschungseinrichtungen und führende Unternehmen aus verschiedenen europäischen Ländern.

„Aktuell benötigen Systemanbieter ihre eigene photonische Integrationstechnologie, um eine praktikable und kosteneffiziente 100-GbE-Systemlösung anbieten zu können“, so Lars Zimmermann, Projektkoordinator von GALACTICO. „Unser Projekt zielt darauf ab, kostengünstige und kompakte 100-GbE-Schnittstellen zu entwickeln und integrierte Sender und Empfänger mit hoher Gesamtbandbreite bereitzustellen.“

„Wir waren maßgeblich an der Entwicklung von 10- bis 40-Gigabit-pro-Sekunde-Netzen (Gbit/s) hin zu 100G-Netzen und darüber hinaus beteiligt“, sagte Uwe Fischer, Leiter des Produktmanagements für optische Netzwerke bei Nokia Siemens Networks. „Es überrascht daher nicht, dass wir uns beim Start des GALACTICO-Projekts umgehend mit unserem Know-how einbrachten. Dank unserer Erfahrung im Bereich der optischen Übertragung können wir die Spezifikationen für die zu entwickelnden Komponenten liefern und uns an Labordemonstrationen sowie anschließenden Feldversuchen beteiligen.“