Von Anfang an verfolgte das Unternehmen eine Strategie der Netzwerksoftwareisierung, die auf der Virtualisierung von Netzwerkfunktionen basierte. Ziel war es, mehr Flexibilität, Kosteneffizienz und Souveränität über die Netzwerk- und Servicebereitstellungen zu erreichen. Über 30 Telekommunikationsfunktionen von 12 Anbietern wurden virtualisiert, darunter Software-Defined Wide Area Network (SD-WAN), Sprachdienste, Content Delivery Network (CDN) und Roaming. Der Schlüssel zum Erfolg lag im Aufbau eines Cloud-basierten Telekommunikationsnetzes mit einer so umfassenden Abdeckung, dass es innerhalb von 10 Millisekunden jeden Kunden erreichen kann.

Um die Cloud-Transformation und die Softwareisierung seiner Dienste zu beschleunigen, hat Orange beschlossen, seine Services auf eine Cloud-native Infrastruktur auf Basis von Red Hat-Plattformen zu migrieren. Diese Implementierung nutzt Red Hat OpenShift als Grundlage für Cloud-native Netzwerkfunktionen und integriert Red Hat OpenShift Virtualization, um Oranges bestehende Expertise im Bereich virtualisierter Workloads zu erweitern. Darüber hinaus ermöglicht die Red Hat Ansible Automation Platform die vollautomatisierte Bereitstellung und Skalierung der gesamten Infrastruktur. Red Hat und Orange arbeiten gemeinsam an der Entwicklung einer Cloud-nativen Automatisierungsplattform, die mit jedem Anbieter kompatibel ist. Dies gilt für Oranges globale Infrastruktur und stärkt die Digitalisierung und Standardisierung seiner Netzwerkdienste.

Die neue Plattform wird vielfältige Anwendungsfälle unterstützen, von SD-WAN- und SASE-Gateways über IMS, 4G- und 5G-Kernnetze bis hin zu IoT- und Roaming-Diensten. Orange hat bisher sechs neue Points of Presence (PoPs) erfolgreich auf der Plattform implementiert, die bereits produktiv im Einsatz sind.

Durch die Zusammenarbeit mit Red Hat kann Orange als Unternehmen agiler agieren und schneller auf Kundenbedürfnisse und Marktchancen reagieren. Zu den Vorteilen der neuen Plattform gehören:

• Höhere Verfügbarkeit und operative Effizienz durch verbessertes Lebenszyklusmanagement und einen einfacheren Upgrade-Prozess mit nahezu null Ausfallzeiten.
• Flexibilität, Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit dank einer gemeinsamen Plattform, die sowohl virtualisierte als auch containerisierte Workloads in jeder Umgebung konsistent hosten kann.
• Schnellere Markteinführung dank vollautomatisierter Bereitstellung und Skalierung sowie Zero-Touch-Provisionierung. Dies führt zu einem geringeren Risiko menschlicher Fehler und einer viermal schnelleren Servicebereitstellung.
• Erhöhte Ausfallsicherheit durch Infrastructure as Code (IaC), das die Versionskontrolle ermöglicht, das Änderungsmanagement verbessert und im Fehlerfall eine schnelle Wiederbereitstellung von Clustern und Netzwerkfunktionen erlaubt.
• Verbesserte Sicherheitsfunktionen durch Nutzung integrierter Features wie Netzwerk- und Containerisolation sowie kontrolliertem Anwendungszugriff.
• Reduzierter CO2-Fußabdruck dank optimierter Hardwarekonfiguration.

Orange ist auf Kurs, seine gemeinsam genutzte Telekommunikations-Cloud-Infrastruktur auf Basis von Red Hat OpenShift in den nächsten zwei Jahren weltweit auf 75 Points of Presence (PoPs) auszubauen. Dazu migriert das Unternehmen von seinen bestehenden 50 OpenStack-Plattformen und implementiert 25 neue PoPs. Um seine Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, kann Orange vorhandene Hardware wiederverwenden und die Funktionen zur Überwachung des Energieverbrauchs von Red Hat OpenShift nutzen, um seinen CO₂-Fußabdruck zu reduzieren.