Der Anfang 2020 veröffentlichte Bericht von Omdia mit dem Titel „Prefabricated Modular Data Centres“ (Vorgefertigte modulare Rechenzentren), der auf Daten aus den Jahren 2018 und 2019 basiert, bezifferte die PFM-Lieferungen im Jahr 2018 auf über 1,2 Milliarden US-Dollar, wobei für 2019 ein Wachstum der Bereitstellung um 65 % prognostiziert wurde. Die Analysten führten dieses bemerkenswerte Wachstum auf mehrere Faktoren zurück, darunter Skalierbarkeit, die Vorteile der Vorfertigung und Integration außerhalb des Standorts sowie die Geschwindigkeit der Bereitstellung.
Lucas Beran, leitender Analyst für Cloud- und Rechenzentrumsforschung bei Omdia und Autor des Berichts, nannte die Bereitstellungsgeschwindigkeit als Hauptgrund für viele Eigentümer und Betreiber. „Das rasante Datenwachstum und die unstillbare Nachfrage nach Rechenleistung treiben die schnelle Expansion von Rechenzentren voran. Da die Bereitstellung eines herkömmlichen Rechenzentrums 18 bis 24 Monate dauert, ist oft eine schnellere Lösung erforderlich“, sagte er. „Anbieter vorgefertigter modularer Rechenzentren können im Durchschnitt eine Lösung in vier bis sechs Monaten liefern.“
„Wir verzeichnen eine deutlich gestiegene Nachfrage nach PFM-Rechenzentren, da Betreiber die Vorteile von Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und schneller Bereitstellung erkennen. Unsere Kunden schätzen zudem die von uns angebotene Designflexibilität und die individuellen Anpassungsmöglichkeiten“, so Viktor Petik, Vice President Integrated Modular Solutions bei Vertiv. „Um unser Angebot ausfallsicherer und besser verfügbar zu machen, haben wir kürzlich in der EMEA-Region durch eine Vereinbarung mit dem Uptime Institute die PFM TIER-Ready-Zertifizierung erhalten, unsere Aktivitäten in Nordamerika ausgebaut und arbeiten an Plänen zur Erweiterung unserer PFM-Einrichtungen in Kroatien, um die Kapazität zu erhöhen und unsere Kompetenzen in diesem wichtigen Marktsegment zu stärken.“
Der Omdia-Bericht definierte verschiedene Arten von PFM-Rechenzentren mit unterschiedlichen Anwendungsfällen, darunter IT- und gebäudespezifische Designs sowie sogenannte „All-in-One“-Module (mit integrierter IT-, Stromversorgungs- und Kühlungsinfrastruktur). Diese werden typischerweise in Bildungs-, Industrie- und Gesundheitseinrichtungen sowie in abgelegenen und anspruchsvollen Umgebungen eingesetzt. Laut Omdia treibt die Nachfrage nach Edge Computing die Einführung von All-in-One-Modulen für Edge-Standorte voran, die eine Nähe des Rechenzentrums zu den Endnutzern erfordern. Der „Plug-and-Play“-Ansatz bietet den Vorteil, dass die Inbetriebnahmezeit nicht nur von Wochen oder Monaten auf wenige Tage verkürzt wird, sondern auch potenzielle Qualitätsprobleme minimiert werden, da die Komponenten vorintegriert und extern vorgetestet sind.
Wie im Bericht beschrieben, umfasst das PFM-Angebot von Vertiv eine breite Palette an Lösungen, die auf spezifische Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Dazu gehört beispielsweise Vertiv™ SmartMod™, eine Reihe eigenständiger, einfach konfigurierbarer und sofort einsatzbereiter PFM-Produkte, die eine schnelle Bereitstellung neuer Rechenzentrumskapazitäten ermöglichen. Die SmartMod-Lösungen wurden vom Uptime Institute mit dem TIER-Ready-Siegel für ihre hohe Ausfallsicherheit in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA-Region) ausgezeichnet. Dies ermöglicht es Vertiv, die Zertifizierung nach Uptime Institute Built Facility Certification (TCCF) für TIER-Ready-Module anzubieten und so die Vorteile einer umfassenden Zertifizierung direkt an die Kunden weiterzugeben. Darüber hinaus bietet Vertiv kundenspezifische PFM-Lösungen an, darunter Design, Projektmanagement und Systemintegration.
