Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan zum Markt für Industriedienstleistungen beeinflusst eine neue Welle von Entwicklungen die Geschäftsdynamik zwischen Endnutzern und Anbietern. Dieser Wandel basiert auf neuen Serviceparadigmen, die es Endnutzern ermöglichen, Kostenoptimierung und verbesserte betriebliche Effizienz zu erzielen. So werden die Beziehungen zwischen Endnutzern und Anbietern aktuell durch Servicearchitekturen geprägt, die auf Frameworks fortschrittlicher Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) basieren. Dienstleistungen, die auf solchen fortschrittlichen IKT-Konzepten beruhen, machten 2014 über 75 Prozent des globalen Marktes für Industriedienstleistungen aus.
Während Ersatzteile und Wartung nach wie vor einen bedeutenden Anteil am Umsatzmodell im Servicebereich ausmachen, wird für fortschrittliche Dienstleistungen in den kommenden Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 20 Prozent erwartet.
„Um solch fortschrittliche Dienstleistungen zu organisieren und bereitzustellen, müssen Industrieanbieter Allianzen mit Anbietern cloudbasierter Daten- und Analyselösungen eingehen. In einigen Anwendungsfällen haben selbst einfachste Lösungen auf Basis eines integrierten Analysepakets es Anbietern ermöglicht, ihren Umsatz zu steigern und die Produktpreise um bis zu 10 Prozent anzuheben. Dies trug auch zur technologischen Differenzierung in einem gesättigten Markt bei“, so Muthukumar Viswanathan von Frost & Sullivan.
Auch im Werkstattbereich werden sich durch die Einführung der M2M-Kommunikation (Maschine-zu-Maschine) tiefgreifende strukturelle Veränderungen ergeben. Bis 2020 sollen fast 12 Milliarden Geräte in der Industrie über fortschrittliche M2M-Technologie vernetzt sein.
„Es herrscht jedoch weiterhin große Skepsis gegenüber diesem rasanten Übergang zum Smart-Factory-Konzept. Dies lässt sich auf eine zentrale Frage reduzieren, die in allen wichtigen Branchendiskussionsforen immer wieder auftaucht: Wer wird die alleinige Verantwortung für die Bereitstellung der integrierten Lösung für den Endnutzer tragen?“, fährt Herr Viswanathan fort. „Ich bin überzeugt, dass die sich wandelnden Geschäftsanforderungen zwar einen Ökosystemansatz rechtfertigen, es aber dennoch einen zentralen Partner geben wird, der mit dem Endnutzer interagiert. Und ich stimme zu, dass dieser Partner letztendlich das Risiko für die dem Kunden gelieferte Lösung tragen wird.“.
