Mithilfe der fortschrittlichen Technologie von Alcatel-Lucent wurde dieser Test am Nordkabelsystem von Apollo durchgeführt, das die USA und Großbritannien über eine Distanz von 6.221 km verbindet und die ursprüngliche Systemkapazität (72 fehlerfreie 40-Gbit/s-Kanäle) nahezu vervierfacht. Dieser Test demonstrierte erstmals in einem realen Verkehrssystem eine Kapazitätserhöhung, die doppelt so hoch ist wie die maximal erreichbare Kapazität basierend auf 10-Gbit/s-Kanälen.

„Die Erhöhung der Kapazität von Unterseenetzen mithilfe bestehender Glasfaserleitungen ist für Betreiber von entscheidender Bedeutung, da die aktuellen Netze an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und terrestrische Netze Geschwindigkeiten von 40 Gbit/s unterstützen. Diese beiden Faktoren machen eine Kapazitätserhöhung der Unterseenetze notwendig, damit diese große Datenmengen bewältigen und höchste End-to-End-Effizienz gewährleisten können“, kommentierte Richard Elliott, CEO von Apollo.

„Die Demonstration der 40-Gbit/s-Technologie auf dem Apollo-System ist eine großartige Nachricht für unsere Kunden. Wir haben gezeigt, dass Apollo die Schnittstellen und die benötigten Datenmengen und Kapazitäten in absehbarer Zukunft unterstützt“, so Elliott weiter.

„Alcatel-Lucent hat in den letzten Jahren 40-Gbit/s-fähige Unterseenetze implementiert und damit einen Markttrend antizipiert, der sich nun festigt, da Betreiber die Nutzung modernster Technologien zur Migration ihrer Netze und zur Optimierung der Servicebereitstellung prüfen. Mit diesem Test sind wir der Realisierung der 40-Gbit/s-Technologie einen weiteren Schritt näher gekommen“, erklärte Philippe Dumont, Leiter der Aktivitäten im Bereich Unterseenetze bei Alcatel-Lucent. „Durch die Unterstützung von 10-Gbit/s- und 40-Gbit/s-Signalen ermöglicht unsere Lösung eine kosteneffiziente Netzwerkmigration ohne aufwändige Neuplanung und maximiert gleichzeitig die Auslastung bestehender Ressourcen.“

Für diesen Test wurde das Alcatel-Lucent 1620 Light Manager Unterwasser-Leitungsterminal mit einem Modulationsverfahren auf Basis von Phasenumtastung (PSK) und einem kohärenten Detektionssystem der nächsten Generation in einem voll ausgelasteten System mit 72 Betriebskanälen bei 40 Gbit/s eingesetzt. Die mit der kohärenten Technologie verbundene Signalverarbeitung ermöglicht es Betreibern, die Verschlechterung des Übertragungssignals kosteneffizient und automatisiert zu beheben sowie das Netzwerk während des gesamten Lebenszyklus des Systems zu optimieren. Dank dieser Flexibilität bei der Implementierung verschiedener Modulationsverfahren bietet Alcatel-Lucent Betreibern die optimale technologische Lösung für Neuinstallationen und für bestehende Netzwerke, die auf ein System mit höherer Kapazität migriert werden müssen, ohne den laufenden Netzwerkbetrieb und den Datenverkehr zu beeinträchtigen.