Das Labor wird sich am Hauptsitz von IMDEA Networks befinden und mehrere Standorte in geeigneten Abständen umfassen, um die verschiedenen untersuchten Technologien testen zu können. Das Zentrum wird im November nächsten Jahres eröffnet und seine Arbeit mindestens bis zur kommerziellen Entwicklung der ersten 5G-Produkte andauern, die voraussichtlich um das Jahr 2020 erfolgen wird. Telefónica, die auch Gründungspartnerin des 5G Innovation Centre an der Universität Surrey ist, bekräftigt damit ihr Engagement für die Entwicklung neuer 5G-Technologien.
Pragmatischer Ansatz auf Basis von Machbarkeitsstudien.
Dies ist das erste Kompetenzzentrum seiner Art in Spanien, das sich auf Forschung und Innovation konzentriert und Feldtests und Demonstrationen aller Technologien und Geräte durchführt, die die 5G-Kommunikation einschließlich ihrer Dienste und Anwendungen ausmachen werden.
Es ist zudem das erste Labor in Europa, das diesen Forschungsprozess aus einer dezidiert praxisorientierten Perspektive angeht. Das Zentrum schafft somit optimale Bedingungen für Telefónica und andere interessierte Unternehmen – Ericsson ist dieser Initiative bereits beigetreten –, um Machbarkeitsstudien spezifischer Technologien durchzuführen, versteckte Implementierungskosten zu ermitteln und alle technologischen Aspekte sowie die Komplexität verschiedener Lösungen zu analysieren. In diesem Sinne ermöglicht das Labor verschiedenen Akteuren der Branche eine realistische Bewertung potenzieller 5G-Technologien und beschleunigt die Entwicklung von Innovationen, die für die Netzwerkarchitektur notwendig sind, um Anwendungsfälle und Anwendungen in zahlreichen Industriezweigen zu ermöglichen
Obwohl sich 5G-Netze noch in der frühen Entwicklungsphase befinden, sind sich Branchenexperten weitgehend einig, dass die nächste Generation der Mobilfunktechnologie die Latenz deutlich verbessern, 1.000-mal mehr Daten als aktuelle Netze übertragen, die Anzahl gleichzeitig verbundener Geräte um das 10- bis 100-Fache erhöhen und die Akkulaufzeit verzehnfachen wird. Zukünftige Anwendungsfälle wie die Fernsteuerung von Robotern und die Vernetzung von Sensoren erfordern in Verbindung mit den Anforderungen zukünftiger Mobilfunkkunden ultraschnelle, qualitativ hochwertige Verbindungen mit praktisch keiner Latenz.
Derzeit konzentrieren sich die Bemühungen von Netzbetreibern, Regulierungsbehörden, Herstellern und anderen Akteuren des Ökosystems auf die Zusammenarbeit bei der Definition der Systemanforderungen und Anwendungsfälle – also der neuen Anwendungsszenarien, die 5G ermöglichen soll – und auf die Identifizierung der Netzwerktechnologien und -designs, die dies ermöglichen werden.
Enrique Blanco, Global CTO von Telefónica: „Die Eröffnung dieses Zentrums ist ein wichtiger Schritt für Telefónica, die sich aktiv an einer Vielzahl internationaler Projekte, Branchenverbände und Gremien zur Standardisierung der 5G-Technologie beteiligt. Das 5G-Kompetenzzentrum in Madrid ermöglicht es uns, die Funktionalitäten der Netze und Dienste, die für die Zukunft der 5G-Netze in Frage kommen, zu testen, auszuwählen und zu priorisieren. So stellen wir sicher, dass das resultierende System konsistent und kohärent ist. Wir wollen den Ausbau der 5G-Netze nicht als einmaliges Ereignis, sondern als einen Prozess gestalten, den wir jetzt beginnen möchten.“
Arturo Azcorra, Direktor von IMDEA Networks: „5TONIC ist unerlässlich für die Entwicklung wissenschaftlicher und technologischer Lösungen, damit Spanien den Anschluss an 5G nicht verpasst. Mit 5TONIC und IMDEA Networks wollen wir eine einzigartige wissenschaftliche Initiative etablieren, die öffentliche und private Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Netzwerkforschung offen bündelt. Der IKT-Sektor ist über AMETIC sowie führende Unternehmen wie Telefónica und Ericsson bereit, diese wegweisende europäische Initiative voranzutreiben.“
José Antonio López, CEO von Ericsson Spanien: „5G ist die Weiterentwicklung der Mobilkommunikation. Es wird maßgeblich dazu beitragen, die Bedürfnisse der vernetzten Gesellschaft zu erfüllen und die digitale Transformation weiterer Branchen zu ermöglichen. Zudem birgt es das Potenzial für zahlreiche neue Anwendungsfälle. Ericsson beteiligt sich aktiv an europäischen und internationalen 5G-Forschungs- und Entwicklungsprogrammen wie Horizon 2020, 5GPPP und METIS II, die wir leiten. Unsere Allianz mit Telefónica und IMDEA Networks für 5TONIC im Rahmen unseres Programms ‚5G für Europa‘ wird dazu beitragen, dass die spanische Wirtschaft und Gesellschaft künftig von den Vorteilen von 5G profitieren können.“
