Die Konsolidierung der nationalen Pläne zur Umsetzung der digitalen Transformation in Afrika erfolgt im Einklang mit den von der ITU-Regionalkonferenz für Funkkommunikation (RRC-06) im Jahr 2006 festgelegten Fristen: Juni 2015 (für Dezimeterwellen) und Juni 2020 (für metrische Wellen in 33 Ländern). Diese Konferenz verabschiedete den GE06-Fernsehplan.

Mit diesem wegweisenden Beschluss ist Afrika die erste Region, die ab 2015 die durch die Umstellung auf digitales Fernsehen freigewordene Bandbreite – die sogenannte „digitale Dividende“ – dem Mobilfunkdienst in den 700-MHz- und 800-MHz-Bändern zuweisen kann. Die Beschlüsse der Weltfunkkonferenz (WRC-12) von 2012 zur Erleichterung der Verfügbarkeit der digitalen Dividende für den Mobilfunkdienst treten, nach einigen technischen Anpassungen, unmittelbar nach der nächsten Weltfunkkonferenz (WRC-15) im Jahr 2015 in Kraft.

Dr. Hamadoun I. Touré, Generalsekretär der ITU, würdigte die hohe Kooperationsbereitschaft der Afrikanischen Fernmeldeunion (ATU) und ihres Generalsekretärs, Herrn Abdoulkarim Soumaila, während des gesamten Prozesses.

Herr François Rancy, Direktor des ITU-Büros für Funkkommunikation, gab bekannt, dass die Länder Subsahara-Afrikas nach dem letzten Frequenzkoordinierungstreffen vom 17. bis 19. Juli 2013 in Nairobi und dem Stichtag für die Einreichung der Benachrichtigungen am 31. August mit der Einreichung offizieller Änderungsanträge zum GE06-Plan begonnen haben.

„Ziel war es, den afrikanischen Ländern die Möglichkeit zu geben, die digitale Dividende im Frequenzband von 694–862 MHz für Mobilfunkdienste zu nutzen, um die Beschlüsse der Weltfunkkonferenz 2012 regional harmonisiert umzusetzen“, erklärte Herr Rancy. „Dieses Ziel wurde durch die Neuplanung der Spektrumanforderungen für den Fernsehrundfunk im Frequenzband von 470–694 MHz erreicht.“

Das von der ITU und der Afrikanischen Fernmeldeunion (ATU) gemeinsam organisierte und von der Kommunikationskommission Kenias (CCK) ausgerichtete Treffen in Nairobi zog 124 Teilnehmer aus 35 Mitgliedstaaten an. Es war das dritte und letzte globale Koordinierungstreffen afrikanischer Länder nach ähnlichen Treffen in Bamako (März 2011) und Kampala (April 2011) sowie mehreren weiteren bilateralen und multilateralen Treffen in den Jahren 2011 und 2012.