Sie ist Trägerin eines Exzellenzlehrstuhls der Universität Carlos III. Madrid und der Banco Santander für das akademische Jahr 2014/15. Das Exzellenzlehrstuhlprogramm hat zum Ziel, das Forschungsprofil der UC3M weltweit durch die Einbindung international anerkannter Professoren aller Fachrichtungen zu stärken.
Dr. Steinmetz wird zudem als Gastprofessor dem IMDEA Networks Institute beitreten. Das Madrider Forschungszentrum arbeitet regelmäßig mit dem Fachbereich Telematik der UC3M zusammen. Dr. Steinmetz ist seit der Gründung des Madrider Instituts eine Schlüsselfigur: Er ist Vorsitzender des Kuratoriums und seit 2007 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats. Gemeinsam mit IMDEA Networks ist er außerdem Mitglied der Europäischen Technologieplattform Net!Works+ISI. Diese Gemeinschaft von über 500 IKT-Betreibern, Systemherstellern und Forschungsgruppen aus der EU und assoziierten Ländern hat sich die Entwicklung von 5G-Technologien zum Ziel gesetzt und einen Aktionsplan für den Ausbau von 5G-Netzen mit dem Zieljahr 2020 erarbeitet.
Als anerkannter Netzwerkforscher hat Dr. Steinmetz für seinen sechsmonatigen Aufenthalt einen ambitionierten Forschungsplan entworfen. Im Fokus stehen dabei die grundlegenden Aspekte des erwarteten Übergangs zu einem neuen technologischen Paradigma für das Internet der Zukunft. Seine Arbeit zielt darauf ab, die zentrale Herausforderung für zukünftige Kommunikationssysteme zu bewältigen: die zunehmend dynamischen Betriebsbedingungen, die Vielfalt der Anwendungsfälle und die steigenden Qualitätsanforderungen. Wir erleben derzeit die kontinuierliche Entwicklung von Mechanismen, um den Bedarf an anpassungsfähigen Kommunikationssystemen zu decken, die die Vielzahl heterogener Kommunikationsgeräte, Netzwerkzugriffstechniken und Dienste integrieren können. Dr. Steinmetz wird mit Experten von UC3M und IMDEA Networks zusammenarbeiten, um praktikable Alternativen zu den aktuellen Kommunikationssystemen zu identifizieren. Die detaillierten Analysen sollen wertvolle Daten für Entscheidungen hinsichtlich der Übergangskosten liefern – in Bezug auf die technische Komplexität, die erwarteten Verbesserungen von Funktionalität und Leistung, den Ressourcenverbrauch und die Stabilität der neuen Systeme.
Eine Karriere an vorderster Front der Multimedia-Kommunikationsforschung
Professor Steinmetz ist für seine herausragenden Publikationen, seine einflussreichen Forschungsergebnisse und sein Engagement für die Wissenschaft bekannt. Er war Direktor der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der TU Düsseldorf, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Technologie und Innovation (IPSI) und ist derzeit Vorsitzender des Verwaltungsrats des Hessischen Kompetenzzentrums für Telemedien (httc) – alle in Deutschland. Stets an vorderster Front der Innovation, ist Dr. Steinmetz Fellow der ACM und des IEEE und wird von Kollegen und Studierenden für seine exzellenten Leistungen als Lehrer und Mentor hoch geschätzt.
Steinmetz ist ein hoch angesehener Autor. In den letzten Jahren hat er (als Autor oder Co-Autor) über 550 wissenschaftliche Artikel zu so unterschiedlichen Themen wie verteilten Systemen, Kommunikationssystemen, Multimedia-Umgebungen, Peer-to-Peer-Kommunikation und paralleler Programmierung veröffentlicht. Besonders hervorzuheben ist sein vielbeachtetes technisches Handbuch zur Multimediatechnologie „Multimedia Technology: Principles, Components and Systems“. Für dieses Werk erhielt er 2008 den renommierten ACM SIGMM Multimedia Award für herausragende technische Beiträge zu Informatik, Kommunikation und Multimedia-Anwendungen. Mit diesem Preis wurde seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Multimedia-Kommunikation und der Grundlagen der Multimedia-Synchronisation gewürdigt.
Der Lehrstuhl für Exzellenz würdigt Ralf Steinmetz für seine Erfolge in der Förderung der Netzwerkforschung und sein Engagement für die Entwicklung der nächsten Generation multimedialer Kommunikationstechnologien. Dr. Steinmetz tritt in die Fußstapfen von über 100 renommierten Wissenschaftlern, die vom UC3M-Programm profitiert haben; sieben von ihnen sind inzwischen als Gastwissenschaftler zu IMDEA Networks gewechselt. Diese Kooperationen haben maßgeblich zur Stärkung der internationalen Beziehungen des Instituts, zum Aufbau stabiler Partnerschaften, zum Austausch von Forschungserfahrungen und zur gegenseitigen Erweiterung des wissenschaftlichen und technischen Wissens und der Kompetenzen beigetragen.
