Fujitsu gab heute bekannt, dass die Forschung und Entwicklung eines supraleitenden Quantencomputers mit einer Kapazität von über 10.000 Qubits begonnen hat. Die Fertigstellung ist für das Geschäftsjahr 2030 geplant.
Der neue supraleitende Quantencomputer wird mit 250 logischen Qubits arbeiten und Fujitsus innovative „STAR-Architektur“ nutzen, eine von dem Unternehmen entwickelte frühe fehlertolerante Quantencomputerarchitektur (frühe FTQC). Fujitsu hat sich zum Ziel gesetzt, praktisches Quantencomputing zu ermöglichen, insbesondere in Bereichen wie der Materialwissenschaft, wo komplexe Simulationen bahnbrechende Entdeckungen ermöglichen können. Zu diesem Zweck konzentriert sich das Unternehmen auf die Weiterentwicklung von Schlüsseltechnologien in verschiedenen technischen Domänen.
Im Rahmen dieser Bemühungen wurde Fujitsu als Umsetzungspartner für das von der New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) öffentlich ausgeschriebene Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Verbesserte Infrastruktur für Post-5G-Informations- und Kommunikationssysteme“ [1] ausgewählt. Fujitsu wird zum Themenbereich der Weiterentwicklung von Quantencomputern hin zur Industrialisierung beitragen. Das Projekt wird in gemeinsamer Forschung mit dem National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) und RIKEN durchgeführt und läuft bis zum Geschäftsjahr 2027.
Fujitsu engagiert sich für die Entwicklung praktischer und industrialisierter Quantencomputerlösungen. Nach Fertigstellung dieser 10.000-Qubit-Maschine wird Fujitsu ab dem Geschäftsjahr 2030 weiterhin fortgeschrittene Forschungsinitiativen zur Integration von Supraleitern und diamantbasierten Spin-Qubits verfolgen und plant für das Geschäftsjahr 2035 eine 10.000-Qubit-Logikmaschine. Dabei wird auch die Möglichkeit mehrerer miteinander verbundener Quantenbit-Chips geprüft.