Laut diesem Bericht hemmt die Starrheit der aktuellen Klassifizierungssysteme Innovationen im Rechenzentrumsdesign, die jedoch für mehr Nachhaltigkeit unerlässlich sind. Neue Rechenzentrumstypen, selbst wenn sie herkömmlichen Gebäuden gleichwertig oder überlegen sind, passen nicht in die bestehenden Kategorien und werden von der bestehenden Klassifizierung ausgeschlossen.
Diese Klassifizierungsstandards würdigen beispielsweise die ausschließliche Nutzung erneuerbarer Energien nicht ausreichend und erlauben deren Einsatz lediglich in Verbindung mit dem Stromnetz und Dieselgeneratoren. Derzeit gibt es drei Bauarten, die nicht der aktuellen Klassifizierung entsprechen und bereits im Einsatz sind:
1. Entwürfe, die alternative Energiequellen wie Solar-, Wind-, Brennstoffzellen- und Gezeitenkraft nutzen.
2. Entwürfe, die auf mehreren vernetzten Rechenzentren basieren.
3. Entwürfe, die Verfügbarkeitsfunktionen über ihre aktuelle Klassifizierung hinaus implementieren, aber nicht alle Anforderungen der nächsten Stufe erfüllen.
Um neue Rechenzentrumstypen einzubeziehen und dem Sektor einen umfassenderen und flexibleren Standard zu bieten, werden drei Faktoren für die Grundlage eines alternativen Systems vorgeschlagen:
1. Resilienz: Jede Entwurfskomponente kann anhand ihrer Resilienz bewertet werden.
2. Nachhaltigkeit: Basierend auf der verwendeten Energiequelle kann der Entwurf mithilfe eines „Energielabels“ klassifiziert werden, das seinen Nachhaltigkeitsgrad angibt.
3. Effizienz: Es wird vorgeschlagen, die Effizienz des Rechenzentrumsentwurfs anhand des PUE-Werts (Power Usage Effectiveness) zu klassifizieren, da dieser als Indikator für diesen Faktor anerkannt ist.
Der vollständige Bericht ist hier.
