5GAA und EATA priorisieren die von beiden Organisationen identifizierten Anwendungsfälle, um die kurz- und langfristigen technischen Anforderungen genau zu bestimmen. Um Standards für vernetztes und automatisiertes Fahren besser zu unterstützen, ist es außerdem notwendig, die Standardisierung durch Normungsorganisationen wie ETSI, 3GPP und SAE zu priorisieren. Neben der Auseinandersetzung um spektrumbezogene Fragen (V2X) müssen Vereinbarungen über die Nutzung bestimmter Frequenzbänder, Sicherheit und Datenschutz sowie die von Mobilfunknetzbetreibern (MNOs) und Fahrzeugherstellern (OEMs) zu erfüllenden Fahrzeugsicherheitsanforderungen gemeinsam erarbeitet werden. Nicht zuletzt ist eine Einigung zwischen Mobilfunknetzbetreibern und Originalgeräteherstellern auch entscheidend für die Entwicklung von Geschäftsmodellen und die Abstimmung der Zeitpläne beider Branchen.
Die 5GAA besteht aus 33 Mitgliedern, darunter acht Gründungsmitglieder (AUDI AG, BMW Group, Daimler AG, Ericsson, Huawei, Intel, Nokia und Qualcomm Incorporated). Als branchenübergreifender Verband widmet sich die 5GAA der Entwicklung, Erprobung und Förderung von Kommunikationslösungen, deren Standardisierung sowie deren beschleunigter Markteinführung und globalen Marktdurchdringung, um gesellschaftliche Bedürfnisse zu erfüllen. Zu ihren Schwerpunkten zählen die Entwicklung, Erprobung und Förderung von Kommunikationslösungen, die Initiierung ihrer Standardisierung sowie die beschleunigte Markteinführung und globale Marktdurchdringung für vernetzte Mobilität und Verkehrssicherheit mit Anwendungen wie autonomem Fahren, flächendeckendem Zugang zu Diensten und der Integration in Smart Cities und intelligente Verkehrssysteme.
Die EATA umfasst derzeit sechs führende Verbände und 38 Unternehmen, darunter Telekommunikationsanbieter, Einzelhändler, Automobilhersteller sowie Zulieferer für die Automobil- und Lkw-Branche. Hauptziel der Allianz ist die Förderung des flächendeckenden Einsatzes hybrider Konnektivität für vernetztes und automatisiertes Fahren in Europa. Der erste konkrete Schritt der EATA ist die Weiterentwicklung des Vorimplementierungsprojekts, um die Funktionalität der für autonomes Fahren erforderlichen hybriden Kommunikation im realen Straßenverkehr zu testen. Darüber hinaus will die EATA Service- und Technologiepläne, Sicherheitsanforderungen sowie regulatorische und wirtschaftliche Fragestellungen identifizieren und adressieren. Das Projekt befasst sich mit grenzüberschreitender Interoperabilität, einschließlich physischer und digitaler Infrastruktur, sowie mit Fragen der Fahrzeugortung.

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