Im Rahmen dieser Vereinbarung mehrerer Anbieter (Multi-Source Agreement, MSA) arbeiten die beteiligten Unternehmen an der Bewältigung der technischen Herausforderungen bei der Entwicklung einer Dual-Density-SFP-Schnittstelle und der Sicherstellung der mechanischen Interoperabilität von Modulen verschiedener Hersteller. Die neuen SFP-DD-basierten Netzwerkgeräte unterstützen sowohl bestehende SFP-Kabel und -Module als auch die neuen Dual-Density-Produkte.

Zu den Gründungsmitgliedern der SFP-DD MSA Group gehören Alibaba, Broadcom, Brocade, Cisco, Dell EMC, Finisar, Hewlett Packard Enterprise, Huawei, Intel, Juniper Networks, Lumentum, Mellanox Technologies, Molex und TE Connectivity.

Die am MSA beteiligten Unternehmen werden Betriebsparameter, Zielwerte für die Signalübertragungsrate und Protokolle für die SFP-DD-Schnittstelle festlegen. Diese stellt eine Weiterentwicklung des SFP-Steckformfaktors dar, einer in Rechenzentren und anderen Netzwerkplattformen weit verbreiteten elektrischen Schnittstelle. SFP-Baugruppen und -Module verschiedener Hersteller sind derzeit mit unterschiedlichen Datenraten und Reichweiten für Datenübertragungsanwendungen wie Hubs, Switches, Router und Server erhältlich.

Der einzelne elektrische Kanal der SFP-Schnittstelle arbeitet mit Geschwindigkeiten von bis zu 25 Gbit/s NRZ oder 56 Gbit/s PAM4. Die neuen elektrischen SFP-DD-Schnittstellen unterstützen zwei Kanäle, die jeweils mit 25 Gbit/s NRZ oder 56 Gbit/s PAM4 arbeiten können. Dies ergibt eine Gesamtgeschwindigkeit von 50 Gbit/s NRZ oder 112 Gbit/s PAM4. Durch die Verdopplung der Kanaldichte und Datenrate von SFP-Transceivern trägt die SFP-DD-Spezifikation der erhöhten Portdichte und Skalierbarkeit zukünftiger Anwendungen Rechnung, insbesondere bei serverseitigen Verbindungen. Ein SFP-DD-Serverport in Kombination mit QSFP-DD-Switchports ermöglicht eine Verdopplung der Portdichte in Netzwerkanwendungen.

Die Beteiligung führender Branchenvertreter an der SFP-DD MSA wird eine schnellere Einführung der neuen steckbaren Schnittstelle ermöglichen und deren Nutzung vereinfachen. Systeme, die für SFP-DD-Module ausgelegt sind, werden abwärtskompatibel zu SFP-Modulen sein und bieten Endanwendern sowie Netzwerkentwicklern und -integratoren maximale Flexibilität.

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