Der Start von E-Health-Projekten ist ein entscheidender Schritt, um Online-Gesundheitsinitiativen von der Idee in die Realität umzusetzen und diese Dienste für alle zugänglich zu machen. Beim Latin America TM Forum trafen sich über 250 Führungskräfte und Experten führender Dienstleister und anderer wichtiger Akteure Lateinamerikas in São Paulo zu zweitägigen Konferenzen, interaktiven Sessions, Fallstudien aus der Praxis und Podiumsdiskussionen.
ISPM, Tavares und Katia Galvane von Telefónica hoben gemeinsam die wichtigsten Beiträge beider Unternehmen zu den E-Health-Transformationsprojekten des TM Forums hervor. In einer zentralen Präsentation demonstrierten ISPM und Telefónica, wie man einen digitalen Gesundheitsdienst aufbaut, indem sie den Begriff „Online-Gesundheit“ definierten, dessen Anwendungsmöglichkeiten in der traditionellen Medizin aufzeigten und sich auf gemeinsame Herausforderungen konzentrierten. Ihr innovativer Beitrag verdeutlichte die Bedeutung der Kommunikation mit diesen Diensten.
ISPM und Telefónica entwickeln eigene Projekte und Initiativen, um die Chancen im E-Health-Markt zu fördern und auszubauen. Die größte Herausforderung besteht darin, die beiden Welten des Gesundheitswesens und der Telekommunikation zu vereinen, die bis vor Kurzem als getrennt und unverbunden galten.
E-Health bezeichnet die Anwendung von Gesundheitsleistungen über elektronische Mittel und Telekommunikation. Analysen des Online-Gesundheitsmarktes zeigen, dass er sich aus vier Hauptakteuren zusammensetzt: Patienten, Telekommunikationsanbieter, Gesundheitsdienstleister und medizinisches Fachpersonal. Jeder dieser Akteure verfolgt eigene Ziele und Werte, was ein vielfältiges und komplexes Umfeld zur Folge hat.
Patienten und ihre Angehörigen wünschen sich beispielsweise einen besseren Zugang zu einer optimierten häuslichen Pflege. E-Health ermöglicht es Patienten, auf telemedizinische Beratungen, Fernüberwachung und Online-Unterstützung zurückzugreifen. Dies ist eine proaktive und präventive Lösung. Die kontinuierliche Überwachung ermöglicht es medizinischem Fachpersonal, ihre Patienten deutlich effektiver zu betreuen, Behandlungen bei Verschlechterung des Zustands einzuleiten oder Probleme sogar präventiv zu verhindern.
Telekommunikationsanbieter hingegen suchen nach Geschäftsmöglichkeiten in neuen und lukrativen Märkten. Durch die Diversifizierung ihrer Dienstleistungen und die Verbesserung der Kundenbeziehungen können Gesundheitsdienstleister ihren Leistungen einen Mehrwert verleihen und dadurch ihren Umsatz steigern.
Gesundheitsdienstleister haben ein großes Interesse daran, die Bettenbelegung in Krankenhäusern und die Behandlungsdauer sowie die Gesamtbetriebskosten zu senken. Sie versuchen außerdem, die Anzahl der Patienten pro Arzt zu erhöhen, die Genesung zu verbessern und die Einweisungsraten zu senken.
Mit der zunehmenden Verbreitung von Online-Gesundheitsdienstleistungen können Gesundheitsdienstleister ihren Patienten Echtzeit-Monitoring anbieten und ihre Modelle der Präventivmedizin optimieren.
Auf dem TM Forum InFocus wurden vier Geschäftsmöglichkeiten als Best Practices vorgestellt: „Sell to“, „Sell through“, „Sell of“ und „Sell with“. „Sell to“ bezeichnet die Bereitstellung digitaler Daten und Dienstleistungen. „Sell through“ liegt vor, wenn eine Lösung direkt an den Gesundheitsdienstleister verkauft wird. „Sell of“ bezieht sich auf den direkten Verkauf eines Gesundheitstools an den Kunden. „Selling with“ beschreibt die Zusammenarbeit von Unternehmen, um integrierte Lösungen zu entwickeln und diese auf dem Markt anzubieten.
All dies findet in einer Multi-Vendor-Umgebung statt, die aus mehreren Unternehmen mit jeweils eigenen Rollen, Verantwortlichkeiten, Risiken und potenziellen Ausbrüchen besteht.
In einer solchen Umgebung ist die Interoperabilität der Systeme von entscheidender Bedeutung. Daten werden aus zahlreichen Quellen gesammelt und müssen anschließend an Anbieter mit ihren jeweiligen Plattformen übermittelt werden. Die Daten müssen zusammengeführt, an die entsprechenden Plattformen übermittelt und so präsentiert werden, dass sie von medizinischen Fachkräften überwacht werden können, die dann auf Grundlage ihrer Analyse geeignete Maßnahmen ergreifen können.