Diese Zusammenarbeit wird Teil des kürzlich von Telefónica ins Leben gerufenen Referenzlabors für NFV sein, das darauf abzielt, seinem Ökosystem von Partnern und Anbietern von Netzwerkgeräten (NEPS) zu helfen, virtualisierte Netzwerkfunktionen sowie die darüber liegenden Schichten der Service-Orchestrierung zu testen und zu entwickeln.
Die derzeitigen Telekommunikationsnetze, bestehend aus zahlreichen geschlossenen und improvisierten Hardwarekomponenten, stellen in einer zunehmend digitalisierten und netzwerkabhängigen Welt ein Innovationshindernis dar. Um diese Einschränkung zu überwinden, arbeitet eine Gruppe führender Vertreter der Telekommunikationsbranche, Mitglieder der ETSI NFV Industry Specification Group (EFS-NFV-Branchenspezifikationsgruppe), seit einiger Zeit an der Definition einer gemeinsamen Architektur für Netzwerkdienste. Diese basiert auf handelsüblicher Hardware und darauf laufender Software. Dieser neue Ansatz für die Netzwerkarchitektur kann dazu beitragen, Betriebskosten zu senken, die Interoperabilität zu fördern und ein offeneres Ökosystem zu schaffen, sodass Telekommunikationsanbieter ihre Netzwerkdienste leichter anpassen und erweitern können.
In diesem Labor wird Telefónica mit Red Hat und Intel zusammenarbeiten, um eine auf Open-Source-Standards basierende Lösung zu entwickeln, die dazu beiträgt, Fragmentierung und geschlossene Lösungen in der Branche zu verhindern und gleichzeitig das Leistungs- und Flexibilitätsniveau beizubehalten, das Kommunikationsdienstleister (CSPs) von bestehenden proprietären hardwarebasierten Lösungen erwarten.
Das NFV-Referenzlabor basiert auf folgenden Technologien:
• Intel® Xeon® E5-2600 V2 Prozessor
• Red Hat Enterprise Linux
• Kernel-basierter Virtual Machine (KVM) Hypervisor, der in der Branche für seine hervorragende Leistung und Konfigurationsmöglichkeiten geschätzt wird;
• Red Hat Enterprise Linux OpenStack Plattform, die die notwendigen Werkzeuge zur Verwaltung einer großen Anzahl verteilter Hypervisoren und virtueller Maschinen bietet, mit Schwerpunkt auf Automatisierungs- und Integrationsoptionen; und
• Switching-Geräte, die für die Verwendung von OpenFlow aktiviert sind.
Telefónica, Red Hat und Intel stellen dem Labor Entwicklungs- und Innovationsressourcen zur Verfügung, um in offener Zusammenarbeit mit anderen Partnern und der Open-Source-Community Ressourcentests durchzuführen. Ziel ist es, die Technologien hinsichtlich Leistung und Funktionalität so weit zu optimieren, dass die Vision eines „offenen digitalen Telekommunikationsunternehmens“ Wirklichkeit wird.
Mit ihrer UNICA-Infrastrukturinitiative hat Telefónica die Referenzarchitektur definiert, um die Einführung virtualisierter Netzwerkgeräte in ihren Netzen voranzutreiben und diese mit virtualisierten, herstellerübergreifenden und standardisierten Ressourcen auszustatten. Das NFV-Referenzlabor ist ein notwendiger Schritt, um dem UNICA-Projekt einen herstellerübergreifenden Ansatz zu verleihen und seine mittelfristige Weiterentwicklung zu fördern.
