Seitdem ist das Internet mit Terabytes an Daten gefüllt, die von Teenagern, die sich in der Multimedia-Welt bestens auskennen, und von Twens mit unbegrenzter Kreativität und Zugang zu hochwertiger, kostengünstiger digitaler Produktionsausrüstung hochgeladen wurden.

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Die enorme Menge an nutzergenerierten Inhalten und die Nachfrage nach zuverlässigen Breitbanddiensten bieten Serviceanbietern eine beispiellose Chance, Gewinne zu erzielen: Hochwertigere Internetzugangsdienste erfordern höhere Upload-Geschwindigkeiten. Anbieter, die schnellere Upload-Geschwindigkeiten bereitstellen können, werden den Wunsch der Generation Y nach einem qualitativ hochwertigen Interneterlebnis erfüllen und einen treuen Kundenstamm aufbauen.


Definition der Generation Y:
Die Generation Y repräsentiert die letzte Generation des 20. Jahrhunderts. Allein in den USA umfasst sie rund 76 Millionen Menschen. Von Don Tapscott in seinem Buch „Growing Up Digital“ als „Netzgeneration“ bezeichnet, ist diese Gruppe die erste, die in einer vom Internet geprägten digitalen Welt aufgewachsen ist.
Technologie ist für die Generation Y prägend. Ihre Mitglieder besaßen schon immer PCs mit modernen Betriebssystemen und grafischen Benutzeroberflächen, die auf Mäusen, Kabelfernsehen, CDs und Fernbedienungen basierten. Sie erwarten fortschrittliche Computergrafiken in Videospielen, Animationsfilmen und Fernsehprogrammen. Das Internet kennen sie ausschließlich als Konsumwerkzeug für Kommunikation, Unterhaltung und Shopping.
Sie sind die erste Generation, die mit Digitalkameras, Kamerahandys, DVDs, TiVo und anderen digitalen Videorekordern, hochauflösendem Fernsehen (HDTV), iPods und MP3-Playern aufgewachsen ist. Daher stellt diese Gruppe den größten Konsumentenkreis personalisierter Kommunikationsprodukte und -dienste der nächsten Generation dar.


Etwa 84 Prozent der amerikanischen Teenager (im Alter von 12 bis 17 Jahren) besitzen laut dem Bericht „Teens and Technology“ des Pew Internet & American Life Project aus dem Jahr 2005 mindestens ein persönliches Multimedia-Gerät wie einen Desktop- oder Laptop-Computer, ein Mobiltelefon oder einen PDA. Mindestens die Hälfte dieser Teenager besitzt sogar zwei oder mehr solcher Geräte.
Auch die Internetnutzung spielt laut dem Pew-Bericht eine wichtige Rolle unter Teenagern. Rund 87 Prozent der Teenager nutzen das Internet, verglichen mit nur 66 Prozent der Erwachsenen. Tatsächlich ist mehr als die Hälfte der Teenager täglich online.


Dank ihres Zugangs zu Computern und Internet treibt die Generation Y eine kulturelle Online-Revolution voran. E-Mails sind aus der Mode gekommen; Instant Messaging ist zu ihrem wichtigsten Kommunikationsmittel geworden. Der Pew-Bericht „Jugendliche und Technologie“ zeigt, dass fast 45 Prozent der Instant-Messaging-Nachrichten von Teenagern das Versenden von Fotos oder Dokumenten beinhalten, während weitere 31 Prozent Musik- oder Videodateien betreffen. Blogs und Videoblogs haben persönliche Tagebücher als Mittel zur Dokumentation ihres Lebens abgelöst und so die Popularität von YouTube und ähnlichen Websites gesteigert. Und anstatt sich mit Freunden im Einkaufszentrum zu treffen, versammeln sie sich auf sozialen Netzwerken wie MySpace, Facebook und Friendster.


Die Generation Y stellt die Upload-Kapazität herkömmlicher Breitbandanschlüsse auf die Probe, da Unmengen an Inhalten von Desktop-PCs und Laptops auf Blogs, Websites wie YouTube und über Instant Messaging oder E-Mail an andere Personen übertragen werden. Um sicherzustellen, dass die Nutzer mit ihrem Breitband-Erlebnis zufrieden sind und das Internet so nutzen können, wie sie es bevorzugen, müssen die Dienstanbieter eine symmetrischere Bandbreite bereitstellen.


Upload-Bandbreite treibt das Umsatzwachstum an.
Durch den Einsatz eines Breitbandnetzes mit höherer Upload-Bandbreite bietet sich Serviceprovidern die wertvolle Chance, die Loyalität der größten Internetnutzergruppe, wie beispielsweise der Millennials, zu stärken. Sie können ihren Umsatz auch durch qualitativ hochwertigere Dienste steigern, die eine höhere Upload-Bandbreite erfordern.
Kostengünstige und benutzerfreundliche Webcams sind die Grundlage vieler dieser potenziell profitablen Dienste. Diese Kameras können zur Überwachung der Sicherheit im Haus eingesetzt werden. Nutzer installieren USB-Kameras zu Hause und verbinden sie mit Websites, über die sie die Aktivitäten im Haus auch von unterwegs aus verfolgen können. So können sie beispielsweise von der Arbeit aus überprüfen, ob ihre Kinder pünktlich von der Schule nach Hause kommen oder sich vergewissern, dass keine Eindringlinge da sind, falls der Alarm ausgelöst wurde.
Eine weitere Anwendung ist die Videokommunikation in Echtzeit mit Familienmitgliedern. Webcams ermöglichen es Großeltern, die ersten Schritte ihrer Enkelkinder zu sehen oder deren erste Worte zu hören. Multimedia-Messaging-Dienste, die bei der Generation Y beliebt sind, bieten mittlerweile verstärkt Videounterstützung, darunter Videomail und die Möglichkeit, Video-Chats sofort einzurichten.


Der gemeinsame Nenner für die erfolgreiche Bereitstellung dieser interaktiven Breitbanddienste ist die Erhöhung der Upload-Bandbreite. Die durchschnittliche Upload-Geschwindigkeit liegt derzeit bei etwa 300 kbit/s. Um 20 Videos mit je 20 MB hochzuladen, benötigen Nutzer etwa 3 Stunden. Durch eine Erhöhung der Upload-Geschwindigkeit auf 100 Mbit/s verkürzt sich die Upload-Dauer auf nur 32 Sekunden. Eine höhere Upload-Bandbreite verbessert das Nutzererlebnis auch beim Hochladen digitaler Fotos, beim Teilen von Musikdateien und bei der Nutzung von Videotelefonen (siehe Tabelle I).

 

Um in der Lage zu sein, qualitativ hochwertigere Dienste anzubieten, die eine größere Upstream-Bandbreite erfordern, müssen Dienstanbieter eine robuste, bidirektionale Bandbreitenlösung einsetzen, die kosteneffektiv ist und den wachsenden Breitbandbedarf der Generation Y in den nächsten Jahren unterstützt.

Eine Möglichkeit ist der Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis ins Haus (FTTH). FTTH bietet zwar hohe Upload- und Download-Bandbreiten, ist aber auch sehr teuer. Es erfordert den Bau eines neuen Netzes bis zum Haus jedes Kunden und beinhaltet das Ausheben langer Gräben sowie den Zugang zu jedem Haus für die Installation. Beispielsweise kostet der Kabelanschluss eines Hauses bei Verizon etwa 1.700 US-Dollar. NTT, ein weiterer großer Glasfaseranbieter, gibt die Anschlusskosten pro Haushalt mit 1.100 US-Dollar an. Mehrere unabhängige Studien zeigen, dass sich der Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis ins Haus erst nach bis zu 15 Jahren amortisieren kann. Für viele Dienstanbieter sind die Kosten für FTTH trotz des damit verbundenen Potenzials finanziell nicht zu rechtfertigen.

Die Vorteile von VDSL2:
Eine kostengünstigere Option für höhere Upload-Bandbreiten in Privathaushalten ist die Technologie der Very-High-Data-Rate Digital Subscriber Line (VDSL2). VDSL2 ermöglicht es Serviceprovidern, ihre Investitionen in die bestehende Kupferinfrastruktur optimal zu nutzen. Tatsächlich ist der VDSL2-Ausbau schätzungsweise fünfmal günstiger als Glasfaser.
VDSL2 bietet symmetrische Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s. In Korea und Japan wird es bereits häufig eingesetzt, um eine Vielzahl neuer und innovativer Kundenservices zu unterstützen.
Die Generation Y wird die Grenzen der aktuellen Breitbandnetze weiter ausreizen, da sie höhere Upload-Bandbreiten für die Verarbeitung großer Datenmengen benötigt. Um erfolgreich zu sein, müssen Serviceprovider sicherstellen, dass ihre Breitbandnetze diese Herausforderung schnell und kostengünstig bewältigen können. Mit einer VDSL2-Lösung, die symmetrische Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s ermöglicht, bauen Serviceprovider eine starke Kundenbindung auf und schaffen gleichzeitig die Infrastruktur, um diese technologieorientierte Generation weiterzuentwickeln.

 

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Autor:

Dr. Manouchehr Rafie, Direktor für strategische Produkte und Technologien,
Access Products Group, Ikanos Communications, Inc.