Das OVH Security Operations Center (SOC) hat sich zum Ziel gesetzt, die Verbreitung von Malware und Ransomware einzudämmen, wobei letztere in den letzten drei Jahren besonders stark zugenommen hat. Diese Programme infizieren Computer und Server, um deren Daten zu verschlüsseln und von den Besitzern Lösegeld zu erpressen oder es mithilfe komplexer Mechanismen, wie sie im Offshore-Finanzwesen eingesetzt werden, an Dritte weiterzuleiten. Manchmal übernehmen sie auch die Kontrolle über Rechner, um ein Botnetz (ein Netzwerk infizierter Computer) zu bilden, das für DDoS-Angriffe (Distributed Denial-of-Service) ausgelegt ist.
 
OVH hat eine Umgebung implementiert, die die Überwachung von Malware-Aktivitäten ermöglicht, ohne das lokale Netzwerk zu beeinträchtigen oder einen Rechner tatsächlich zu infizieren. Diese Umgebung basiert auf virtuellen Maschinen. Wird ein Client-Server als gehackt erkannt, wird der Besitzer benachrichtigt und aufgefordert, die Sicherheitslücke zu schließen und seine virtuelle Maschine zu bereinigen oder neu zu installieren. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, wird der Server von OVH gesperrt.
 
OVH verfolgt einen proaktiven Ansatz und erkennt frühzeitig erste Anzeichen neuer Angriffsmethoden. Frank Denis, Sicherheitsexperte im Security Operations Center (SOC) von OVH, erklärt: „Wenn wir Schadsoftware erkennen, bevor sie aktiv wird, schreckt das Cyberkriminelle deutlich ab. Wir werden immer anfällig für hochspezifische Angriffe sein, für die es definitionsgemäß kein erkennbares Muster gibt. Bei OVH erschweren wir diese kriminellen Aktivitäten jedoch so weit wie möglich.“.
 
In diesem Zusammenhang besteht auch Handlungsbedarf im Bereich der Sensibilisierung. Denn die Ursache einer Infektion liegt meist in menschlichem Versagen oder zumindest in mangelnder Vorsicht. Bei PCs ist E-Mail nach wie vor ein äußerst effektiver Infektionsweg, dicht gefolgt von schädlichen Werbebannern (Malvertising) und Exploit-Kits, die Software-Schwachstellen ausnutzen.

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