Um dies zu erreichen, wurde die Silometric-Lösung implementiert: ein Füllstandssensor, der von MCSystems, einem Spezialisten für die digitale Transformation der Bestandsverwaltung im Agrarsektor, entwickelt wurde und auf der IoT-Konnektivität von UnaBiz, einem globalen Anbieter und Integrator von massiven IoT-Diensten, basiert.

Jahrelang wurde der Füllstand in Silos mit unzuverlässigen, manuellen Methoden gemessen: vom Abklopfen der Metallplatte, um die verbleibende Menge zu schätzen, bis hin zum Werfen eines Steins nach draußen. Diese rudimentären Verfahren waren nicht nur ungenau, sondern führten auch zu Unsicherheit und Verlusten. Bei Piensos Gòdia verursachte dieser Mangel an verlässlichen Informationen erhebliche Ineffizienzen: Fehler bei der Zuordnung von Tanks zu Silos, über Nacht leere Tanks und ständige Anrufe bei den landwirtschaftlichen Betrieben zur Überprüfung der Lagerbestände. Hinzu kam die hohe Arbeitsbelastung der Teams durch die Bestandsverwaltung. Besonders akut war die Situation freitags, da die Aktivitäten dann deutlich zunahmen, um Probleme am Wochenende zu vermeiden.

IoT-Sensoren und Konnektivität für Echtzeitüberwachung

Um diese Herausforderung zu meistern, wurde Silometric implementiert: ein von MCSystems entwickelter Füllstandssensor, der mittels Lasertechnologie Lagerbestände misst und den Lagerbestand von jedem beliebigen Smart-Gerät aus abfragt. Diese Lösung basiert auf der IoT-Konnektivität von UnaBiz, die für den Betrieb in ländlichen Gebieten und Regionen mit eingeschränkter Netzabdeckung oder ohne herkömmliche Strominfrastruktur unerlässlich ist. Dank dieser Konnektivität können die Sensoren Informationen effizient, energieeffizient und ohne den Aufbau komplexer Infrastruktur übertragen.

 Das System zeigt den Silostatus in Echtzeit grafisch und farblich (grün, gelb, orange und rot) an und ermöglicht so die schnelle Erkennung des verfügbaren Futtermittelstands, ohne dass komplexe Daten analysiert werden müssen. Dadurch kann Piensos Gòdia die Siloverwaltung im Werk zentralisieren und die Informationen sowohl den Mitarbeitern auf dem Bauernhof als auch den Teams für Logistikplanung und Futtermittelproduktion zugänglich machen.

Die Einführung von Silometric hat die täglichen Abläufe bei Piensos Gòdia grundlegend verändert. Ein wesentlicher Vorteil ist die verbesserte Sicherheit der Mitarbeiter, da sie die Silos nicht mehr manuell besteigen müssen, um den Futterstand zu prüfen. Zudem spart die Lösung Zeit, sodass mehr Zeit für die Tierpflege bleibt. Aktuell dauert die Kontrolle des Futterstands pro Silo und Tag etwa 5 Minuten. Auch die Planung am Freitag wurde deutlich vereinfacht. Dank Echtzeitinformationen kann Piensos Gòdia die Futterproduktion und -verteilung besser planen, ruhigere Tage zum Befüllen der Silos nutzen und Arbeitsspitzen am Ende der Woche vermeiden. Durch die genaue Kenntnis des Füllstands in jedem Silo kann das Unternehmen die Futtermengen besser anpassen und übermäßige Ansammlungen verhindern. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Futterabholungen um etwa vier LKW-Fahrten pro Woche. Für die Abholung von 1000 kg überschüssigem Futter benötigen die LKW fast eine Stunde. Dies hat zu erheblichen Einsparungen geführt (durchschnittliche Kosten für die Entfernung von überschüssigem Futter von rund 60 €/Silo, zuzüglich der Kosten für den Rücktransport der entfernten kg zum Ursprung), wenn man bedenkt, dass Piensos Gòdia derzeit mehr als einhundert Futtersilos verwaltet, die auf 10 verschiedene Bauernhöfe verteilt sind.

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