Mit fast vier Milliarden weltweit im Einsatz befindlichen GNSS-Geräten (Global Navigation Satellite System) und geschätzten sieben Milliarden bis 2020 – also einem Gerät pro Erdenbürger – bietet GNSS Europa beispiellose Geschäftsmöglichkeiten. Laut der vierten Ausgabe des GNSS-Marktberichts der GSA (Global Service Association) wird das europäische GNSS – Galileo und EGNOS – maßgeblich zur Wirtschaftsförderung, Schaffung von Arbeitsplätzen und Innovationsförderung in Europa beitragen.

Sechs Prozent des europäischen BIP hängen von GNSS ab. 

Dank GNSS wird der Markt bis 2019 voraussichtlich jährlich um 8,3 % wachsen, und diese Zahlen dürften sich weiter steigern. Laut Bericht sind Smartphones die beliebteste Plattform für den Zugriff auf standortbezogene Dienste wie die Suche nach Points of Interest, standortbezogene Werbung, persönliche Navigation und standortbezogene soziale Netzwerke.

Hinsichtlich der Marktentwicklung zeigt der Bericht, dass die europäische Industrie bei der Herstellung von Komponenten für den Straßen-, Schienen- und Luftfahrtsektor am stärksten sein wird. Europäische Unternehmen sind weltweit führend in der Integration von Schienenverkehrssystemen und nehmen eine starke Position im See- und Straßentransportsektor ein.
GSA-CEO Carlo des Dorides kommentiert: „Da sich das globale Datenvolumen alle zwei Jahre verdoppelt, leben wir in einer spannenden Zeit, und wie unser Marktbericht zeigt, sind Standortinformationen heute wichtiger denn je.“

Einige wichtige Erkenntnisse aus dem vierten GSA-Bericht zum GNSS-Markt:

Der globale Downstream-GNSS-Markt wird voraussichtlich zwischen 2013 und 2019 um 8,3 % pro Jahr wachsen und sich dann um das Jahr 2023 auf 4,6 % verlangsamen. Er wächst im Durchschnitt schneller (7 %) als das globale BIP-Wachstum für diesen Zeitraum (6,6 %).

Die installierte Basis in den etablierten Regionen EU28 und Nordamerika wird bis 2023 stetig wachsen (jährlich um 8 %). Die Region Asien-Pazifik wird das größte Wachstum verzeichnen, wo ein jährliches Wachstum von 11 % prognostiziert wird – von 1,7 Milliarden Geräten im Jahr 2014 auf 4,2 Milliarden Geräte im Jahr 2023. Damit übertrifft sie die EU und Nordamerika zusammen. Der Nahe Osten und Afrika werden mit 19 % jährlich am schnellsten wachsen, allerdings von einem niedrigeren Ausgangsniveau.

LBS und Straßenortung dominieren die kumulierten GNSS-Umsätze, angetrieben durch den boomenden Absatz von Smartphones und Fahrzeuggeräten, standortbezogenen Anwendungen und Datendiensten.

Da Schwellenländer hinsichtlich der Anzahl an GNSS-Geräten pro Kopf aufholen, wird sich die digitale Kluft, angetrieben durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones, verringern. Die wachsende Dominanz von Smartphones (3,08 Milliarden im Jahr 2014) dürfte sie zur beliebtesten Plattform für den Zugriff auf standortbezogene Dienste machen.

Eine Analyse der Fähigkeiten von GNSS-Empfängern und Chipsätzen zeigt, dass über 60 % der aktuellen Empfänger und Chipsätze mindestens 2 Konstellationen unterstützen, wobei über 20 % alle 4 unterstützen

Der vollständige, 80-seitige ausführliche Bericht steht hier zum kostenlosen Download bereit.

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