Eine vielversprechende technologische Lösung für höhere Datenübertragungsraten ist die Entwicklung neuer Frequenzen bis in den Terahertz-Bereich (THz). Für die Entwicklung von 6G ist es daher wichtig, THz-Sendequellen zu entwickeln, die eine hohe Signalqualität bieten und einen möglichst breiten Frequenzbereich abdecken. Dieses Ziel kann zukünftig durch die Integration optischer und elektronischer Technologien erreicht werden. Bei erfolgreicher Entwicklung können diese THz-Komponenten neben der Datenübertragung auch in der Sensorik und Bildgebung eingesetzt werden.

Zielsetzung und Vorgehensweise des 6G-ADLANTIK-Projekts:
Das 6G-ADLANTIK-Projekt entwickelt Komponenten für den Terahertz-Frequenzbereich auf Basis photonisch-elektronischer Integration. Es werden Signalquellen und Detektoren entwickelt, die nahezu den gesamten Zielfrequenzbereich von 6G-Mobilfunk abdecken. Hierfür werden stabilisierte Lasersysteme und optische Frequenzkämme entwickelt und Terahertz-Signalquellen aus diesen Komponenten aufgebaut. Zusätzlich werden innovative Wellenleiterstrukturen für den geplanten Frequenzbereich entworfen und gefertigt. Diese Wellenleiter werden anschließend mit den photonischen Komponenten zu Sender- und Empfängereinheiten integriert. Abschließend werden die einzelnen Komponenten zu einem leistungsstarken Funkübertragungssystem zusammengebaut.

Neue und weitreichende Möglichkeiten für 6G-Systeme:
Die Integration der Photonik in die Kommunikationstechnik eröffnet enormes Potenzial für 6G-Systeme. Die entwickelten Komponenten eignen sich nicht nur für die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung, sondern auch für innovative Messtechnik. Diese Terahertz-Messtechnik ermöglicht die präzise Charakterisierung von Komponenten und Konzepten in neuen 6G-Systemen sowie die Optimierung von Leistungsparametern. So profitiert der gesamte Mobilkommunikationssektor von den Fortschritten dieses Projekts.