Die Nutzung von Hybrid-Cloud-Lösungen nimmt zu, da Unternehmen mehr Flexibilität und Kontrolle anstreben.
Bei der Evaluierung von Cloud-Lösungen für die elektronische Sicherheit priorisieren die meisten Unternehmen eine Hybridstrategie, die ihren betrieblichen Anforderungen, Budgetvorgaben und Speicherbedarf entspricht. Dieser pragmatische und flexible Bereitstellungsansatz ermöglicht es ihnen, kritische Daten und Anwendungen sowohl lokal als auch in der Cloud zu verwalten.
Dem Bericht zufolge gehen 43 % der Endnutzer davon aus, dass hybride Bereitstellungen in den nächsten fünf Jahren ihre bevorzugte Methode sein werden. Demgegenüber bevorzugen nur 18 % vollständig cloudbasierte Lösungen und 17 % planen, weiterhin ausschließlich On-Premise-Lösungen zu nutzen. Diese Präferenz für die Hybrid Cloud teilen auch Berater und Vertriebspartner: 66 % der Berater planen, innerhalb der nächsten fünf Jahre hybride Bereitstellungen zu empfehlen.
„Mit einem Hybrid-Cloud-Ansatz gibt es kein ‚Alles oder Nichts‘. Unternehmen behalten die volle Kontrolle darüber, wie sie ihre Systeme an verschiedenen Standorten bereitstellen. Dank eines offenen Ökosystems können sie die beste Technologie – ob On-Premise oder in der Cloud – implementieren, die ihren Geschäftsanforderungen entspricht, und unnötige Kompromisse vermeiden, ohne an proprietäre Lösungen gebunden zu sein. So können sie Systeme schneller bereitstellen, skalieren und aktualisieren, Prozesse optimieren und ihre Sicherheitslage auf effizienteste und effektivste Weise stärken“, sagt Christian Morin, Vice President of Product Engineering bei Genetec Inc.
Europäischer und südeuropäischer Kontext:
In Europa priorisieren etablierte Märkte die Modernisierung bestehender Systeme als oberstes Ziel für 2025 und belegen damit weltweit den vierten Platz. Zudem geben 55 % der europäischen Endnutzer an, Videos bis 2025 nicht in der Cloud zu speichern – ein deutlich höherer Prozentsatz als der globale Durchschnitt von 33 %. Diese Daten spiegeln eine vorsichtigere Herangehensweise an die Cloud im Vergleich zu anderen Regionen wider.
Südeuropa (Portugal, Spanien, Italien, Griechenland, Albanien, Malta und Zypern) steht vor zusätzlichen spezifischen Herausforderungen. 45 % der Endnutzer berichteten, dass ihre Budgets 2024 unverändert blieben, verglichen mit dem europäischen Durchschnitt von 25 %. Darüber hinaus sind die Kosten mit 58 % der Nennungen der häufigste Grund für die zögerliche Cloud-Einführung (globaler Durchschnitt: 35 %). Südeuropäische Nutzer nannten zudem häufiger als alle anderen Subregionen Cybersicherheitsrisiken als Grund für die Verzögerung der Cloud-Einführung. In Südeuropa war dies der zweithäufigste Grund, der von 35 % der Endnutzer genannt wurde, im Vergleich zu 24 % im europaweiten Durchschnitt (Grund Nr. 6).
IT-Abteilungen spielen eine zentrale Rolle bei Entscheidungen.
Vor zehn Jahren wurden die elektronischen Sicherheitssysteme großer Organisationen typischerweise von Mitarbeitern spezialisierter Sicherheitsabteilungen verwaltet. Die zunehmende Verbreitung von Cloud- und Hybrid-Cloud-Lösungen, die steigenden Cyberbedrohungen und die Notwendigkeit, elektronische und digitale Sicherheit aufeinander abzustimmen, haben jedoch dazu geführt, dass IT-Teams eine immer wichtigere Rolle bei der Beschaffung und Implementierung elektronischer Sicherheitssysteme einnehmen.
Dem Bericht zufolge geben 77 % der Endnutzer an, dass die Abteilungen für elektronische Sicherheit und Informationstechnologie (IT) mittlerweile eng zusammenarbeiten. Darüber hinaus spielen IT-Abteilungen eine immer wichtigere Rolle im Beschaffungsprozess: Über 50 % der Endnutzer, Systemintegratoren und Berater bestätigen, dass IT-Teams aktiv in Kaufentscheidungen im Bereich elektronischer Sicherheitstechnik eingebunden sind.
„Die sich wandelnde Rolle der E-Sicherheit verändert die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter und digitalen Netzwerke schützen. Da die IT bei der Implementierung von Cloud- und Hybridlösungen eine Vorreiterrolle einnimmt, werden E-Sicherheitsmaßnahmen widerstandsfähiger, datengetriebener und anpassungsfähiger an sich wandelnde Bedrohungen“, fügt Morin hinzu.
Die Nutzung von KI nimmt zu, da die Branche praktischen Anwendungen Priorität einräumt.
Der Bericht zeigt ein deutlich gestiegenes Interesse an KI in der elektronischen Sicherheit: 37 % der Endnutzer planen, bis 2025 KI-gestützte Funktionen zu implementieren – im Vergleich zu nur 10 % im Jahr 2024. Südeuropa ist jedoch die Region, in der KI am wenigsten wahrscheinlich in elektronische Sicherheitssysteme integriert wird: 57 % geben an, keine entsprechenden Pläne zu haben, vermutlich aufgrund von Bedenken hinsichtlich eines möglichen Missbrauchs (53 % gegenüber einem globalen Durchschnitt von 38 %).
Dieses gestiegene Interesse spiegelt einen strategischen und zielorientierten Ansatz wider. Da 42 % der Endnutzer KI als Werkzeug zur Optimierung von Sicherheitsabläufen betrachten, konzentrieren sich Unternehmen auf praktische Anwendungen wie die Verbesserung der Bedrohungserkennung und die Automatisierung von Routineprozessen. Das übergeordnete Ziel: intelligente Automatisierung.
Methodik der Umfrage:
Genetec Inc. befragte zwischen dem 12. August und dem 15. September 2024 Fachleute für elektronische Sicherheit. Nach Prüfung der Einsendungen und Datenbereinigung wurden 5.696 Befragte (darunter Endnutzer, Vertriebspartner und Berater) in die Stichprobe für die Analyse aufgenommen. Die Umfragen wurden in allen Regionen durchgeführt, darunter Nordamerika, Mittelamerika, die Karibik, Südamerika, Europa, der Nahe Osten, Afrika, Ostasien, Südasien, Südostasien, Zentralasien, Westasien und Australien/Neuseeland.
Genetec Inc. („Genetec“) hat die Ergebnisse ihres Berichts „State of Electronic Security 2025“ veröffentlicht. Basierend auf den Einschätzungen von mehr als 5.600 Branchenführern weltweit (darunter Endanwender, Vertriebspartner, Systemintegratoren und Berater) bietet dieses Dokument eine umfassende Analyse der sich wandelnden Trends im Bereich der elektronischen Sicherheitsmaßnahmen.
