Obwohl der Bericht die Betreiber in Portugal, Spanien und Schweden lobt, die ihre Kupfernetze größtenteils aufgegeben haben, zeigt er auch, dass andere Mitgliedstaaten wie Deutschland, Griechenland und die Tschechische Republik immer noch stark auf veraltete Kupferinfrastruktur angewiesen sind.

„Wir sind überzeugt, dass Glasfasernetze die Grundlage für die digitale Transformation Europas bilden“, sagte Roshene McCool, Präsidentin des FTTH Council Europe. „Die schrittweise Ablösung von Kupfernetzen durch Glasfaserinfrastruktur wird den Energieverbrauch und die Gesamtbetriebskosten senken und damit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Ziele der Digitalen Dekade der EU leisten“, fügte McCool hinzu.


Die Überwachung und Berichterstattung wird für politische Entscheidungsträger, Regulierungsbehörden, Netzbetreiber und Investoren eine entscheidende Datengrundlage bilden, um die politischen und marktbezogenen Auswirkungen des Übergangs von Kupfer- zu Glasfasernetzen zu analysieren. Sie zeigt auch, dass nur zwölf Länder über traditionelle Netzbetreiber mit einem Plan für die vollständige Abschaltung der Kupferleitungen verfügen. In acht dieser zwölf Länder sind die Pläne öffentlich zugänglich, in anderen (beispielsweise Portugal) hingegen vertraulich.


„Während die europäischen Institutionen ihre politische Agenda für den Zyklus 2024-2029 gestalten, wird diese neue und umfassende Analyse die digitale Transformation der europäischen Wirtschaft unterstützen und zur Entwicklung eines effizienten und nachhaltigen Hochleistungs-Konnektivitätsökosystems beitragen“, sagte Vincent Garnier, Generaldirektor des FTTH Council Europe.

Im Anschluss an eine Präsentation des FTTH Council Europe über die Ergebnisse der Kupferkabeltrennung untersuchte eine Podiumsdiskussion mit Kamila Kloc (Europäische Kommission), Konstantenos Masselos (Griechische Kommission für Telekommunikation und Post), Timm Degenhardt (Omers Infrastructure), Francesco Nonno (Open Fiber Spa) und Pascal Rogard (Orange Group) die weiterreichenden politischen, wirtschaftlichen und technischen Auswirkungen der Kupferkabeltrennung, insbesondere im Kontext der jüngsten politischen Initiativen in Europa zur Förderung einer nachhaltigen Infrastruktur.

Durch regelmäßige Aktualisierungen bietet die Nachverfolgung der Kupfernetzabschaltungen eine aktuelle Momentaufnahme der Fortschritte der einzelnen Länder beim Übergang von Kupfer zu Glasfaser. Der FTTH Council Europe freut sich darauf, diese Entwicklung genau zu beobachten und so zu einem wettbewerbsfähigen europäischen Glasfasermarkt der Zukunft beizutragen.