Die Ergebnisse stammen aus einer neuen Studie, die zeigt, dass trotz der beispiellosen Bemühungen der britischen Regierung und der Wirtschaft um den Ausbau von Rechenzentren und künstlicher Intelligenz (KI) Glasfaser weiterhin der entscheidende Engpass ist, der das digitale Wachstum Großbritanniens bremsen könnte. Die Branche ist sich jedoch in der Lösung einig: Investitionen in neue, leistungsstarke Glasfaser-Backbone-Netze.
Die in Zusammenarbeit mit Censuswide durchgeführte Studie befragte Rechenzentrumsbetreiber, IT-Manager von Unternehmen und Vertreter der Kommunalverwaltung. In allen drei Gruppen herrschte weitgehende Übereinstimmung darüber, dass Glasfasernetze die Grundlage der KI-Infrastruktur Großbritanniens bilden:
89 % der Kommunalvertreter gaben an, dass Glasfaserengpässe Infrastrukturprojekte in ihren Regionen verzögert haben.
Fast die Hälfte (45 %) der Unternehmen nannte Glasfaser als Haupthindernis für KI und digitale Infrastruktur.
Fast die Hälfte (46 %) der Kommunalverwaltungen gab an, dass die Glasfaserinfrastruktur ihrer Region noch nicht vollständig für KI-Rechenzentren ausreicht.
Jedes sechste Unternehmen (16 %) bezweifelt, dass die bestehende Glasfaserinfrastruktur Großbritanniens die KI-Ambitionen des Unternehmens erfüllen kann.
Lee Myall, CEO von Neos Networks, sagte: „Im letzten Jahrzehnt wurden massive Investitionen in den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur für die letzte Meile getätigt, doch die Kernnetze des Landes wurden weit weniger beachtet. Ohne sie können Workloads nicht zwischen Rechenzentren übertragen, Daten nicht trainiert und Investitionen stagnieren. Großbritannien hat den Ehrgeiz, die Nachfrage und die regionale Bereitschaft, im Bereich KI eine führende Rolle einzunehmen. Wenn wir die Lücken in der Glasfaserinfrastruktur jedoch nicht schließen, riskieren wir, eine der größten wirtschaftlichen Chancen unserer Generation zu verpassen.“
Künstliche Intelligenz (KI) verändert Rechenzentren und digitale Strategien grundlegend.
Die britische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, das Land als globalen KI-Vorreiter zu positionieren. Initiativen wie die KI-Wachstumszonen im Rahmen des Aktionsplans für KI-Chancen spielen dabei eine zentrale Rolle. Studien belegen, dass diese Maßnahmen bereits Investitionen und Strategien im gesamten Ökosystem prägen:
96 % der Rechenzentrumsbetreiber geben an, dass die KI-Wachstumszonen Einfluss auf Expansion und Standortwahl haben, 44 % nennen sie sogar als maßgeblichen Faktor.
68 % der Unternehmen sehen die KI-Wachstumszonen als wichtigen Treiber für Veränderungen in ihrer Infrastrukturplanung.
Diese Dynamik beflügelt neue Wachstumskorridore jenseits von London. Während 23 % der Rechenzentrumsbetreiber weiterhin auf Groß-London als Investitionsstandort setzen, konzentriert sich ein größerer Anteil (39 %) auf Nordengland und die Midlands. Dies deutet auf eine Verlagerung hin zu regionalen KI-Zentren hin.
Diese Diversifizierung spiegelt sich auch in der Art und Weise des Einsatzes von Rechenleistung wider. Da Rechenzentren zunehmend dezentralisiert werden, erwarten fast alle (97 %) Rechenzentrumsbetreiber, dass bis 2030 bis zu die Hälfte ihrer britischen Rechenleistung an den Netzwerkrand verlagert wird. Dies unterstreicht den Bedarf an leistungsstarken und ausfallsicheren Glasfasernetzen in allen Regionen.
Trotz dieser Entwicklung bestehen jedoch weiterhin Bedenken:
41 % der Entscheidungsträger in Rechenzentren sind der Ansicht, dass die britischen Glasfasernetze nur teilweise für regionale KI-Workloads gerüstet sind.
Mehr als 70 % der Unternehmen sind der Meinung, dass die Attraktivität Großbritanniens für Investitionen in Rechenzentren verbessert werden muss (53 %) oder hinterherhinkt (17 %).
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Neue Glasfaser-Backbone-Projekte sind entscheidend für das Wachstum. Fast alle Befragten sind sich einig, dass Investitionen in Glasfaserkorridore mit hoher Kapazität das Vertrauen in die Fähigkeit Großbritanniens, KI-Projekte anzuziehen und zu skalieren, stärken werden:
95 % der Rechenzentrumsbetreiber, 96 % der Unternehmen und 96 % der Kommunen geben an, dass neue Glasfaserkorridore in unterversorgten Gebieten einen positiven Einfluss auf das Wachstum von KI und Rechenzentren haben würden.
Mehr als die Hälfte der Kommunen (53 %) ist überzeugt, dass diese Projekte ihre Regionen grundlegend verändern würden.
Myall resümierte: „KI ist keine Zukunftsvision mehr; sie ist bereits Realität und prägt die Arbeitsweise von Unternehmen, Kommunen und Regierungen. Doch Großbritannien kann mit veralteter Infrastruktur nicht die KI-Führung übernehmen. Wir brauchen kontinuierliche Investitionen in die Glasfasernetze, die alle Regionen des Landes verbinden. Wir bei Neos engagieren uns für den Aufbau dieser Grundlagen, damit Großbritannien im globalen KI-Wettlauf nicht nur mithalten, sondern auch wettbewerbsfähig sein und erfolgreich sein kann.“
Methodik:
Neos Networks beauftragte Censuswide mit der Durchführung einer Umfrage unter 100 Entscheidungsträgern von Rechenzentren, 100 Technologie-/IT-Entscheidern aus Großunternehmen und 100 Vertretern der Kommunalverwaltung in ganz Großbritannien im August 2025.
Ergänzend zu den Umfrageergebnissen führte Neos Networks zwischen August und Oktober 2025 qualitative Interviews mit dem britischen Betreiber Kao Data, dem globalen Immobilienberatungsunternehmen Knight Frank und der Forschungs- und Bildungsorganisation Jisc durch. Darüber hinaus kooperierte Neos Networks mit dem Oxfordshire County Council (OCC), mit dem eine langjährige Partnerschaft besteht, um die Ergebnisse des Berichts zu diskutieren und weitere Informationen zu sammeln.
