„Wir wollen ein neues industrielles Ökosystem schaffen. Wir optimieren Produktionsprozesse durch eine einzigartige Kombination aus intelligenter Instrumentierung, Metrologie, künstlicher Intelligenz, Virtualisierung und erweiterter Realität“, sagt Dr. Nikolaos Dimitriou, Projektkoordinator von OPTIMAI vom Hellas Research and Technology Centre (CERTH-ITI).

Televés ist eines der beteiligten Unternehmen und fungiert in diesem Projekt primär als Endnutzer (Pilotprojekt). Der Fokus des Pilotprojekts liegt insbesondere auf der Antennenproduktionslinie, da es sich um eine hochautomatisierte und komplexe Umgebung handelt, in der über zehn Roboterzellen koordiniert zusammenarbeiten, um jährlich mehr als eine Million Antennen vollautomatisch herzustellen

Das dreijährige Projekt OPTIMAI, gefördert durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Kommission, gestaltet mit seinen einzigartigen intelligenten Technologien für die Fertigungsindustrie die Fabriken der Zukunft. Seit seinem Start im Januar 2021 befindet sich OPTIMAI nun im zweiten Jahr.
Die Fertigungsindustrie hat in den letzten Jahrzehnten einen kontinuierlichen technologischen Wandel erlebt, der durch die schrittweise Einführung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Robotik und Automatisierung sowie in jüngster Zeit durch die Digitalisierung der Produktion vorangetrieben wurde. OPTIMAI revolutioniert nun die bestehenden Industriepraktiken weiter, indem es verschiedene Schlüsseltechnologien vereint und fördert, die die Mensch-Maschine-Kollaboration stärken.
 
Dr. Dimitriou und sein Team haben das OPTIMAI-Toolset entwickelt, das zunächst in Fabriken von Televés (Antennenfertigung) und in Produktionsstätten für Mikroelektronik in Griechenland, Spanien und Großbritannien getestet und validiert wird. Die hochgradig anpassungsfähigen Lösungen werden anschließend in einer Vielzahl industrieller Umgebungen eingesetzt und europaweit vermarktet.

„Unser Ziel ist es, ein optimales Gleichgewicht zwischen schnellen, kostengünstigen und zuverlässigen Produktionsmöglichkeiten zu erreichen, die einen signifikanten Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie haben“, erklärt Dr. Dimitriou.

Die Hauptkomponenten des von den beteiligten Organisationen (darunter Televés in Santiago de Compostela) entwickelten Werkzeugkastens umfassen ein Entscheidungsunterstützungssystem zur frühzeitigen Erkennung und Meldung von Fehlern, ein System zur kontinuierlichen Produktionsprüfung, -überwachung und Qualitätssicherung mittels intelligenter Sensoren, einen intelligenten Marktplatz für Altmetallrecycling, digitale Zwillinge für die Simulation und Prognose industrieller Prozesse sowie einen umfassenden regulatorischen und ethischen Rahmen für die Technologien. Die
Innovationen des Projekts, die die aktuelle Transformationsphase der Industriellen Revolution, bekannt als Industrie 4.0, vorantreiben, gehen über den Stand der Technik hinaus und ebnen den Weg für einen intelligenteren, stärker digitalisierten europäischen Fertigungssektor.