Dies ist eine Reihe von Prototypen, die von einem multidisziplinären Forscherteam entwickelt wurden, das seit September letzten Jahres im IFEMA LAB 5G Laboratory arbeitet. Dieses Labor wurde von IFEMA und 5TONIC, einer von Telefónica, dem IMDEA Networks Institute und Ericsson gegründeten Einrichtung, ins Leben gerufen.
 
Das zehnköpfige Forschungsteam wurde von Talentum ausgewählt, einer von Telefónica initiierten und von Unternehmen wie Ericsson unterstützten Plattform zur Förderung von Talenten, Innovation und Unternehmertum.
 
5G steht für „Fifth Generation Mobile Networks“ und bietet revolutionäre Bandbreiten- und Latenzzeiten, die um Größenordnungen besser sind als die des Vorgängers 4G. Neben diesen neuen Möglichkeiten wird 5G – anders als frühere Generationen – vor allem in einer Vielzahl sich wandelnder Industriezweige eingesetzt: Automobilindustrie, Fertigung, Logistik, Sicherheit, Transportwesen, Gesundheitswesen und natürlich Tourismus.
 
IFEMA leistet mit der FITUR Pionierarbeit für das erste „Augmented Trade Fair“-Modell – eine Initiative mit dem Ziel, international führend im Messewesen zu werden. Mit Fokus auf den Tourismussektor verfolgt das Unternehmen das Ziel, das Erlebnis für Besucher und Aussteller durch innovative Lösungen zu revolutionieren. Diese Lösungen verbessern die Nutzerinteraktivität und schaffen dank nahezu unbegrenztem Zugriff auf Echtzeit-Kommunikations-, Daten- und Rechenleistung ein immersives Umfeld für die jeweiligen Aktivitäten.
 
Die Lösung „Augmented Trade Fair“ und die Prototypen, die am Stand des IFEMA LAB 5G in der Nordhalle der FITUR vorgestellt werden, umfassen Personalisierung, Planung und Führung durch einen intelligenten virtuellen Assistenten, holografische Interaktion mit anderen Ausstellern oder Besuchern der FITUR sowie die Möglichkeit, alle Aktivitäten und Inhalte vollständig digital abzurufen.
 
Die im IFEMA LAB 5G entwickelten Prototypen sind darauf ausgelegt, kurzfristig als kommerzielle Lösungen zu dienen und die Möglichkeiten aktueller Virtual- und Augmented-Reality-Technologien und -Systeme, der Cloud und fortschrittlicher 4G-Konnektivität optimal zu nutzen. Sie bieten außerdem die Möglichkeit, neue Funktionalitäten zu integrieren, die voraussichtlich vor allem durch das evolutionäre Potenzial der 4G-Technologie hin zum neuen 5G-Netz ermöglicht werden, sowohl im Hinblick auf Hyperkonnektivität als auch auf flexibles verteiltes Rechnen.“
 
Arbeitsprozess von IFEMA LAB 5G
beginnt mit der Kombination analytischer und kreativer Aspekte auf Basis der innovativen Designtechniken „Design Thinking“ und „Agile Zyklen“. Diese ultraschnellen Entwicklungsmethoden, an denen auch die Expertenteams von IFEMA und FITUR beteiligt waren, dienen der Anpassung des Projekts an die Realität des Messeerlebnisses und des Tourismussektors.
 
Im zweiten Schritt wird das neue Konzept der „Augmented Trade Fair“ entwickelt, das vom Forschungsteam von IFEMA LAB 5G geprägt wurde. Es basiert auf der Kombination dreier starker Technologietrends, die in den nächsten 15 Jahren dominieren werden: Mixed Reality, Distributed Cloud und 5G.
 
Mixed Reality ist die Kombination aus Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR). Sie ermöglicht es dem Nutzer, die reale Welt (wie in AR) zu sehen und gleichzeitig virtuelle Objekte (wie in VR) zu betrachten. Die virtuellen Objekte sind an Punkten im realen Raum verankert, sodass sie für den Nutzer als „real“ wahrgenommen werden können. Dies ermöglicht unzählige fortschrittliche digitale Anwendungen.
 
Distributed Cloud verfolgt einen einheitlichen Ansatz, der sowohl die Zentralisierung als auch die dezentrale Verteilung von Daten ermöglicht. Die Dezentralisierung von Rechenressourcen sowie die Optimierung der Nutzung von Zugangs- und Transportnetzverbindungen eröffnen Möglichkeiten zur flexiblen Lokalisierung rechenintensiver Anwendungen wie VR/AR-Anwendungen. Dadurch wird deren Leistung, insbesondere die Latenz, durch eine effizientere Nutzung von Netzwerk- und Remote-Rechenressourcen verbessert.
 
Der IFEMA LAB 5G-Stand auf der FITUR:
Die Standstruktur, bestehend aus einem Rundgang und einem Ausstellungsbereich, entführt die Besucher auf eine futuristische und interaktive Reise durch die „Augmented Fair“. Diese Simulation bildet einen Besuch an zwei Stationen der FITUR ab und bietet zwei unterschiedliche Erlebnisse: den Augmented Fair Circuit und die Mobile Zone.
 
Das erste Erlebnis, der „Fair Circuit“, wird mithilfe einer HoloLens-Brille durchgeführt. Diese ermöglicht eine holografische Tour, die einen Geschäftsbesuch auf der FITUR simuliert und alle unterstützenden Systeme bis zum erfolgreichen Abschluss bereitstellt.
Das Erlebnis ist in verschiedene Phasen unterteilt, die den Nutzern je nach Fortschritt auf der Tour angezeigt werden. Es beginnt mit einem Tutorial zur Einführung in die Technologie. Nach der HoloLens-Oberfläche und einer personalisierten Begrüßungs-App erscheint ein Standard-Roboterassistent, der die Nutzer durch ihren Besuch führt. Eine Karte der FITUR 2018 zeigt Informationen zu jedem Pavillon an und ermöglicht es den Nutzern, den gewünschten Stand anhand ihrer angegebenen Interessen auszuwählen. Die ungefähre Reisezeit zum ausgewählten Stand wird angezeigt, ebenso wie die Route – inklusive 3D-Modell und zugehörigem Audio – und die Möglichkeit, einen Ansprechpartner aus einer Datenbank auszuwählen. Die Tour beinhaltet außerdem Augmented-Reality-Werbedisplays.
Am Ziel angekommen, können die Nutzer den Augmented-Reality-Stand mit Produkten, Informationsbildschirmen usw. betrachten. Diese werden holografisch mit ansprechenden Animationen dargestellt. Der persönliche Guide präsentiert dann die Vorteile des jeweiligen Produkts. Die Nutzer können die Produkte detailliert auf der Oberfläche erkunden und 3D-Modelle, Videos, Fotos und mehr genießen. Das Erlebnis endet mit dem Abschluss der Verhandlungen und dem Vertragsabschluss.
Das zweite Erlebnis findet in der Mobile Zone statt, die Augmented-Reality- und Online-Erlebnisse bietet. Holografische Realitätsdemonstrationen per Smartphone. Dazu gehören 360°-Videoanwendungen zur Erkundung von Orten in Madrid sowie ein „Portal“, das den Nutzer nach Madrid transportiert, um dessen Denkmäler zu entdecken und mit ihnen zu interagieren sowie Details weitgehend frei über sein Mobilgerät zu erfahren.

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