Weitere europäische Forschungsprojekte im Bereich 5G werden ebenfalls auf dieser globalen Mobilfunkmesse vertreten sein. Forscher von 5G-MoNArch, dessen technischer Leiter Professor Albert Banchs vom Institut für Telematik der UC3M und stellvertretender Direktor von IMDEA Networks ist, präsentieren eine Multimedia-Präsentation zum Potenzial dieser Technologie. In der finalen Projektphase planen sie zwei Demonstrationen von 5G-Netzen an zwei Prototypen: eine im Hamburger Hafen für eine zuverlässige und echtzeitfähige Schiffsverkehrssteuerung und eine weitere im Palazzo Madama in Turin, Italien, mit Fokus auf die Verteilung interaktiver Inhalte, die auch plötzliche Verkehrsspitzen bewältigen können. Zu diesem Zweck haben sie bereits eine 5G-Netzwerkarchitektur entwickelt, die Network-Slicing-Techniken effizient nutzt und es verschiedenen Betreibern ermöglicht, über dieselbe Infrastruktur diverse Dienste (Mobiltelefonie, Augmented Reality, Sensornetzwerke, Live-4K-Video, autonomes Fahren) anzubieten.
Darüber hinaus wird ein weiteres europäisches Projekt, an dem die Universität beteiligt ist, 5G Norma, ebenfalls auf dem MWC 2018 vertreten sein. „Wir versuchen, verschiedene Technologien so effizient wie möglich zu orchestrieren, damit eine größtmögliche Anzahl von Diensten auf derselben Plattform ausgeführt werden kann, ohne dass Schwankungen bei einem Dienst (z. B. eine hohe Videolast) die Leistung eines anderen Dienstes (z. B. die Informationsverteilung zwischen Fahrzeugen) beeinträchtigen“, erklärt Pablo Serrano vom Fachbereich Telematik-Engineering der UC3M.
Dies sind fünf der zehn 5G-bezogenen Projekte, an denen UC3M im Rahmen des europäischen Programms Horizon 2020 beteiligt ist. Die anderen fünf Projekte sind: FIWIN5G, FLEX5Gware, 5G Exchange, 5GINFIRE und 5RANGE. UC3M und IMDEA Networks sind Pioniere der 5G-Forschung in Spanien und engagieren sich im ersten 5G-Exzellenzlabor 5TONIC, das 2015 gegründet wurde.

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