Das Deltion College hat als erstes europäisches College ein Software-Defined Networking (SDN)-Netzwerk implementiert. Es basiert auf dem Virtual Application Network (VAN) Controller von HP und der adaptiven Lastverteilungstechnologie von KEMP Technologies für SDN.
Das College entschied sich, sein Cisco-Netzwerk durch eine neue SDN-Umgebung zu ersetzen, um Microsoft SharePoint-, Lync- und Exchange-Dienste bereitzustellen und so die hohe Verfügbarkeit seiner Bildungsprogramme zu gewährleisten – von der Berufsausbildung und den Vorbereitungskursen für das Universitätsstudium bis hin zur Erwachsenenbildung und betrieblichen Weiterbildung.
Für das IT-Team des Deltion College ermöglicht die Entkopplung der physischen Infrastruktur von der Softwaresteuerung den Einsatz einer Multi-Vendor-Infrastruktur und eine schnellere Reaktion auf neue Anforderungen. „Ein SDN-Netzwerk ist per Definition weniger komplex, einfacher zu verwalten, robuster, dynamischer und skalierbarer“, erklärt Robert Vos, Leiter der IT-Abteilung am Deltion College. „Auch wenn es eine anfängliche Investition ist, sparen wir Hardwarekosten und sind nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden. Daher ist der Return on Investment überzeugend.“
Eine der wichtigsten Funktionen von SDN für Deltion ist die dynamische Konfiguration von Bandbreite und Netzwerkservern sowie die Automatisierung von Aktivitäten wie Anwendungsupdates und Backups. Zudem bietet es einen besseren Schutz vor Hackerangriffen und Denial-of-Service-Attacken.
Bei der Auswahl der Anbieter für die Implementierung seines wegweisenden SDN-Systems analysierte das Deltion-Team den Markt sorgfältig und entschied sich für den HP VAN Controller. Dieser basiert auf OpenFlow, einem von der Open Networking Foundation (ONF) definierten Standardkommunikationsprotokoll, das den Zugriff und die Kommunikation zwischen der Steuerungs- und der Infrastrukturschicht von SDN ermöglicht.
Deltion erkannte außerdem, dass Load Balancing eine entscheidende Rolle für die Effizienz und Leistung des SDN-Systems sowie für die dynamische Anwendungsbereitstellung und QoS spielen würde. Da die Universität bereits Load Balancer von KEMP Technologies einsetzte, fiel die Wahl auf KEMP, als sich herausstellte, dass KEMP ein Produkt mit einer SDN-Lösung anbot, die mit dem HP VAN Controller kompatibel war.
„Unsere positiven Erfahrungen mit der KEMP-Technologie und dem exzellenten Support haben uns dazu bewogen, KEMP als Ersatz für unseren Microsoft Load Balancer zur Steuerung des Datenverkehrs über den SDN-Controller zu wählen“, so Hans Hoeven, Sicherheitsbeauftragter am Deltion College. KEMP nutzt dynamisch Layer-2-Informationen des SDN-Controllers, wie beispielsweise Netzwerk- und Serverauslastung, um seine Layer-4- und Layer-7-Load-Balancing-Richtlinien zu optimieren. Dies ermöglicht intelligentere Weiterleitungsentscheidungen und verbessert die Anwendungsbereitstellung, die Benutzerfreundlichkeit und die Servicequalität.
„Wir haben die Vorteile von SDN schnell erkannt und unsere Entwicklungsteams dazu angehalten, innovative Technologien zu implementieren, die uns helfen, das volle Potenzial von SDN-Implementierungen auszuschöpfen. Dabei haben wir mit führenden Anbietern wie HP zusammengearbeitet“, sagt Michael Worlund, Technischer Direktor für neue Technologien bei KEMP Technologies. „Unsere zum Patent angemeldete KEMP SDN Adaptive-Technologie und unsere fortschrittlichen Scheduling-Methoden können auf kritische Datenflussmuster des SDN-Controllers zugreifen, um Anwendungen über die besten verfügbaren Pfade in der Switching-Infrastruktur zum optimalen Server zu leiten.“
Deltion behielt zwei bereits im Einsatz befindliche LoadMaster™ KEMP 2600 und erwarb zwei neue KEMP LoadMaster 5400, um den Datenverkehr zu rund 250 Microsoft Hyper-V-Servern zu routen. Das Load Balancing für Lync in der neuen SDN-Umgebung wurde Ende Februar implementiert; SharePoint und Exchange sind für die nächste Phase geplant.
Deltion nutzt außerdem das Edge Security Pack (ESP) von KEMP, um das Forefront Threat Management Gateway (TMG) von Microsoft zu ersetzen, das nicht mehr von Microsoft vertrieben oder unterstützt wird.
ESP bietet eine sichere Möglichkeit zur Veröffentlichung internetbasierter Anwendungen wie SharePoint, Lync und Exchange und umfasst Funktionen wie Perimetersicherheit, Single Sign-On (SSO), Anwendungsintegration und flexible Authentifizierungsoptionen. So wird eine optimale Benutzererfahrung gewährleistet und gleichzeitig der Schutz von Informationen gemäß den Sicherheitsrichtlinien sichergestellt.
„Netzwerkschutz und Anpassungsfähigkeit sind entscheidend, um unseren Studierenden und Dozenten rund um die Uhr Service und Sicherheit zu bieten. Daher ist KEMP ESP eine wertvolle Ergänzung unserer Load-Balancing-Lösungen“, so Hans Hoeven. „Wir haben uns außerdem für eine hybride Netzwerkkonfiguration entschieden, die es den Switches ermöglicht, im Fehlerfall in den vorherigen Schaltzustand zurückzukehren. Dies bietet uns zusätzliche Flexibilität.“
Deltions IT-Innovation spiegelt sich auch im Umgang mit Studierenden wider, der dem Prinzip „Learning by Doing“ und dem Konzept des „Social Return“ folgt. „Wir möchten, dass unsere Studierenden die neuesten Technologien anhand ihrer eigenen Erfahrungen und ihres Arbeitsumfelds erlernen und anwenden können“, sagt Robert Vos. „Daher werden wir die SDN-Implementierung nutzen, um Studierende in unseren IT-Kursen mit den neuen Netzwerktechnologien vertraut zu machen, die ihnen in ihren zukünftigen Berufen begegnen werden.“
„Wir sehen bereits die Vorteile des automatisierten, offenen Frameworks, das SDN verspricht“, ergänzt Hans Hoeven. „Kemps innovative Technologie und der hervorragende Support haben maßgeblich zu unserem heutigen Erfolg beigetragen. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis der LoadMaster-Produkte war ein Schlüsselfaktor für unsere Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf die weitere gemeinsame Entwicklung.“

Weitere Informationen