Projektmanager,
Wirtschaftsingenieure
, Elektroingenieure,
Softwareentwickler –
der Fachkräftemangel im Technologiesektor hat eine hohe Nachfrage nach Experten mit spezifischen Fähigkeiten und Kenntnissen erzeugt und zu einem harten Wettbewerb um die besten Kandidaten geführt. Wie eine Studie von Spain DC zeigt, ist Barcelona mit 24 MW installierter Kapazität führend im Interkonnektionsmarkt, und für den Rechenzentrumssektor in Madrid wird ein jährliches Wachstum von 43 % erwartet. Zweifellos stehen die Personalabteilungen von Technologieunternehmen vor einer großen Herausforderung.
„Der Sektor dezentralisiert sich zunehmend, und neben der anhaltend hohen Nachfrage nach Fachkräften in der Region Madrid verzeichnen wir auch einen deutlichen Anstieg in Regionen wie dem Baskenland, Katalonien und Saragossa. Diese Gebiete wachsen rasant und entwickeln sich zu Schlüsselakteuren im Sektor“, so Eva Requejo, Personalmanagerin für Spanien und Portugal bei Vertiv.
Eine Gelegenheit zur Talentsuche und -rekrutierung
Obwohl der Mangel an IT-Fachkräften eine ganzjährige Herausforderung darstellt, bietet die Sommerzeit Unternehmen, die nach Talenten suchen, oft eine einzigartige Gelegenheit, da die Kandidaten ihre freie Zeit nutzen, um ihre Ausbildung fortzusetzen oder zu erweitern und neue berufliche Herausforderungen zu suchen.
Ebenso bietet das Semesterende Unternehmen die Möglichkeit, Hochschulabsolventen auf der Suche nach ersten Berufserfahrungen zu finden, da diese in dieser Zeit offener für neue Chancen sind. Vertiv hat daher sein Programm „Vertiv Next Generation“ ins Leben gerufen, das jungen Absolventen – unter anderem aus den Bereichen Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Elektrotechnik – den Einstieg in die Branche ohne Berufserfahrung ermöglicht, damit sie sich im Unternehmen weiterbilden und entwickeln können.
„Vertiv Spanien hat aktuell zahlreiche offene Stellen, von Produktmanagern und Außendiensttechnikern bis hin zu Anwendungsingenieuren und Mitarbeitern im Telemarketing. Wir bearbeiten Bewerbungen weltweit und verfolgen eine Null-Diskriminierungs-Politik, unabhängig von Alter, Herkunft oder Nationalität der Bewerber“, so Eva. „Im Rahmen unserer kontinuierlichen Bemühungen um mehr Diversität streben wir aktiv danach, den Frauenanteil in technischen Positionen zu erhöhen. Dies erweist sich jedoch als Herausforderung, da Frauen in diesem Bereich nach wie vor unterrepräsentiert sind.“
Strategien zur Behebung des Mangels an IT-Fachkräften
Um dem Mangel an IT-Fachkräften entgegenzuwirken, setzen Unternehmen verschiedene interne Strategien ein, die Eigeninitiative fördern, berufliche Weiterentwicklung und internationale Mobilität ermöglichen und gezielt Kandidaten ansprechen, die bereits über Kenntnisse und Erfahrungen im Unternehmen verfügen. Darüber hinaus wurde ein Programm eingeführt, das interne Empfehlungen von Mitarbeitern unterstützt, um offene Stellen zu besetzen. Diese Strategien tragen zur Mitarbeiterbindung bei und sind ein guter Indikator für Mitarbeiterengagement.
„Bisher wurden im Jahr 2023 23 % der offenen Stellen bei Vertiv durch interne Beförderungen besetzt“, bestätigt Requejo.
Weiterbildung ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Mitarbeiterbindung. Vertiv bietet kontinuierliche und leicht zugängliche Schulungsprogramme für alle Positionen im Unternehmen. Diese Initiative ist besonders wichtig für Außendiensttechniker, die durch regelmäßige Schulungen mit den ständigen Innovationen und neuen Entwicklungen in ihrem Arbeitsbereich Schritt halten können.
Eva Requejo resümiert: „Auch wenn es manchmal so scheinen mag, als würden alle Branchen im Sommer stillstehen und die Aktivität deutlich zurückgehen, trifft dies nicht auf die Personalabteilung zu. Die Sommermonate und sogar der Herbst sind entscheidend, wenn es darum geht, Talente zu gewinnen und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Technologiemarkt zu verbessern.“
Der IT-Sektor in Spanien hat in den letzten Jahren ein signifikantes Wachstum verzeichnet. Statista prognostiziert für den Zeitraum von 2023 bis 2028 eine jährliche Wachstumsrate von 7,28 %. Diese Expansion hat jedoch auch eine neue Herausforderung aufgezeigt: den Mangel an qualifizierten Fachkräften, die die zahlreichen offenen Stellen auf dem Markt besetzen müssen. Weitere Zahlen des Nationalen Statistikinstituts (INE) belegen, dass die Arbeitslosenquote im IT-Sektor deutlich niedriger ist als in anderen Berufsfeldern, was den Fachkräftemangel zusätzlich unterstreicht.
