Das jährliche Wachstum des Datenverkehrs um 40–60 %¹ setzt die Hybrid-Glasfaser-Koaxial-Netze (HFC) von Kabelnetzbetreibern weltweit enorm unter Druck. Um dieser steigenden Nachfrage gerecht zu werden, setzen Kabelnetzbetreiber verstärkt auf softwarebasierte verteilte Zugangsarchitekturen (DAAs). Diese erhöhen die Kapazität bestehender Netze, senken die Betriebskosten und verbessern die Signalqualität. Der Markt für DAA-Architekturen, der bis 2021 voraussichtlich ein Volumen von 1,6 Milliarden US-Dollar erreichen wird, wird für Kabelnetzbetreiber, die neue Dienste schnell einführen und ihre Netze kosteneffizient modernisieren möchten, immer wichtiger.
Die einheitliche Kabelzugangslösung von Nokia basiert auf einer virtualisierten verteilten Zugangsarchitektur (vDAA), die im Vergleich zu herkömmlichen DAA-Architekturen deutliche Platz- und Energieeinsparungen sowie eine überlegene architektonische Flexibilität bietet. Mit Nokias einheitlicher Kabelzugangslösung kann Netia eine vollständig verteilte, virtualisierte Zugangsarchitektur aufbauen, die neue, wettbewerbsfähige Gigabit- und IPTV-Dienste über große Entfernungen unterstützt. Durch die Verlagerung der Funktionen der Kabelzugangsschicht von den Kopfstellen und Konzentratoren zu kundennäheren Zugangsknoten kann Netia einen Teil seiner veralteten, kabelspezifischen Hardware eliminieren und seine Reichweite deutlich auf neue Gebiete ausdehnen. Zudem kann der Durchsatz erhöht werden, der für ein besseres Interneterlebnis für die Abonnenten erforderlich ist.
Netia wird im vierten Quartal 2018 mit der Implementierung der Unified Cable Access-Lösung von Nokia, einschließlich des Gainspeed Access Controllers und der Gainspeed Access Nodes, in seinem Netzwerk beginnen. Nach vollständiger Implementierung wird Netia die analoge optische Übertragung effektiv durch 10-Gbit/s-Ethernet ersetzen und eine vollständige IP-Architektur etablieren können, die die Anbindung und Übertragung digitalisierter Videos über große Entfernungen ermöglicht. Dies trägt dazu bei, Energie- und Hub-Kosten zu senken und gleichzeitig Netzwerkkapazität, Reichweite und Signalqualität deutlich zu erhöhen, wodurch die Ultrabreitbanddienste für die Kunden verbessert werden.
