„Ransomware-Angriffe scheinen immer gefährlicher zu werden“, kommentierte Marty P. Kamden, CMO von NordVPN. „Darüber hinaus sind Systemadministratoren nicht ausreichend darauf vorbereitet, ihre Netzwerke vor den raffiniertesten Angriffen zu schützen. Wir gehen davon aus, dass sich diese Angriffe weiter verschlimmern werden.“
Darüber hinaus nimmt die Internetfreiheit stetig ab. In den USA beispielsweise dürfen Internetanbieter Kundendaten ohne Einwilligung sammeln und an Dritte verkaufen, und die Netzneutralität ist bedroht. Auch andere Länder verabschieden Gesetze, die diese Freiheit einschränken.
Dies sind die Prognosen von NordVPN für 2018 sowie Tipps, wie wir uns schützen können.
1. Zunahme von IoT-Angriffen. Geräte des Internets der Dinge (IoT) werden immer häufiger eingesetzt und sind ein Hauptziel für Angriffe. Wird ein Gerät kompromittiert, kann ein Hacker die Kontrolle über das gesamte System vernetzter Geräte erlangen. Eine der größten Befürchtungen ist, dass Hacker medizinische IoT-Geräte kompromittieren und auf Patientendaten zugreifen könnten. Vernetzte Haushalte werden ein weiteres beliebtes Ziel für Hacker sein. Darüber hinaus können gehackte IoT-Geräte für groß angelegte DDoS-Angriffe missbraucht werden, wodurch potenziell Zugriff auf nahezu jeden Online-Dienst oder jede Website ermöglicht wird.
2. Zunahme von Datenlecks im Reisebereich. Hacker haben entdeckt, dass Personen, die ihre Reisen online buchen, ihre Pass- und Kreditkarteninformationen preisgeben, die sie dann stehlen können. Dies deutet auf eine Verlagerung hin zu gezielteren Datenlecks hin, die sich auf bestimmte Personengruppen wie Reisende, Urlaubseinkäufer und andere konzentrieren.
3. Neue und größere Ransomware-Angriffe. In diesem Jahr haben wir gesehen, wie ein Ransomware-Angriff Hunderttausende von Computern weltweit lahmlegen kann. Unternehmen sind auf diese hochentwickelten Technologien noch nicht ausreichend vorbereitet, sodass ein hohes Risiko weiterer Ransomware-Angriffe besteht.
4. China verbietet VPNs. Die chinesische Regierung hat eine Verordnung verabschiedet, die Telekommunikationsanbieter verpflichtet, den Zugang von VPN-Nutzern (Virtual Private Network) ab dem 1. Februar zu sperren. Dies hätte zur Folge, dass viele Menschen in China keinen Zugang mehr zum globalen Internet hätten, da viele Websites, wie beispielsweise Google und Facebook, in China blockiert wären.
5. Die Europäische Union führt Datenschutzbestimmungen ein. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die im Mai in Kraft tritt, führt strengere Regeln für Unternehmen ein, die personenbezogene Daten von Nutzern speichern, und verpflichtet sie zur Einholung der Kundeneinwilligung. Diese Verordnung wird weltweit gelten und Unternehmen zum Schutz von Nutzerdaten zwingen. Sie ist eines der seltenen Beispiele dafür, dass eine Regierung versucht, die Privatsphäre zu schützen.
6. Gesetz zur digitalen Wirtschaft im Vereinigten Königreich. Das Vereinigte Königreich plant ein Gesetz, das eine Altersverifizierung für Besucher von Websites für Erwachsene vorschreibt. Diese Altersverifizierung erfolgt durch die Erhebung von Nutzerdaten, was ein hohes Risiko birgt und die Gefahr des Diebstahls sensibler privater Informationen birgt.
7. Niederländisches Referendum zur staatlichen Überwachung. Die Niederlande werden im nächsten Jahr ein Referendum abhalten, um zu klären, ob die Strafverfolgungsbehörden über übermäßige Überwachungsbefugnisse verfügen. Viele Aktivisten versuchen, das im Juli verabschiedete Gesetz zu kippen, das es Regierungsbehörden erlaubt, Daten über große Personengruppen gleichzeitig zu sammeln.
Wie Sie Ihre Online-Präsenz im Jahr 2018 schützen können:
Internetnutzer können weiterhin Maßnahmen ergreifen, um ihre Computer oder Mobilgeräte zu schützen. Es ist wichtig, nicht auf verdächtige Links in E-Mails zu klicken, keine inoffiziellen Apps aus beliebigen App-Stores herunterzuladen, stets sichere Passwörter zu verwenden und generell vorsichtig zu sein.
Es wird außerdem empfohlen, Online-Datenschutztools wie VPNs zu nutzen, die alle zwischen Nutzer und VPN-Server ausgetauschten Informationen verschlüsseln. NordVPN trägt dank moderner Sicherheitsprotokolle und einer strikten No-Logs-Richtlinie zu einem sichereren Surfverhalten im Internet bei.
Angesichts der zunehmenden Online-Sicherheit und des Datenschutzes werden Spezialisten stark nachgefragt sein, und Unternehmen werden Stellen für Cybersicherheitsexperten schaffen müssen. Wer seine Daten zu Hause schützen möchte, sollte einige einfache Cybersicherheitstricks lernen.
