Die Ergebnisse reichen von der erwarteten Zunahme der Cloud-Nutzung bis hin zu ambitionierten Rechenzentren, die größtenteils mit Solarenergie betrieben werden und Leistungsdichten von über 50 kW pro Rack aufweisen. Und eines ist klar: Die meisten Experten gehen davon aus, dass sich das Rechenzentrum, wie wir es heute kennen, im Laufe des nächsten Jahrzehnts grundlegend verändern wird.

Mehr als 800 Rechenzentrumsexperten aus aller Welt beantworteten die Umfrage für den Bericht „Rechenzentrum des Jahres 2025“, während viele weitere ihre Erkenntnisse in Interviews, E-Mails und Videos beisteuerten. Die Rückmeldungen zeigen insgesamt, dass die meisten Experten weiterhin optimistisch in die Zukunft der Rechenzentrumsbranche und die fortschreitende Innovation im IT-Bereich blicken. So prognostizieren Experten beispielsweise, dass die Leistungsdichte bis 2025 im Durchschnitt auf 52 kW pro Rack steigen wird. Laut der von Emerson Network Power geförderten Data Center Users' Group™ ist die durchschnittliche Leistungsdichte seit ihrem Höchststand von 6 kW vor fast zehn Jahren relativ konstant geblieben. Experten erwarten jedoch einen drastischen Anstieg der Leistungsdichte, der die physische Umgebung von Rechenzentren grundlegend verändern könnte.

„Wir starteten die Initiative „Data Center 2025“ mit dem aufrichtigen Wunsch, herauszufinden, wie unsere Kunden, Partner, Kollegen und andere Akteure der Rechenzentrumsbranche die Zukunft dieser Branche einschätzen“, sagte Steve Hassell, Präsident des Bereichs Rechenzentrumslösungen bei Emerson Network Power. „Wir gingen unvoreingenommen an die Studie heran, ohne Erwartungen oder vorgefasste Meinungen. Die Ergebnisse zeugen von einem tiefen Verständnis, visionärem Denken und echtem Optimismus, die mich sehr beeindruckt haben. Ich bin überzeugt, dass die wahre Bedeutung dieses Berichts nicht nur in der Erfassung der aktuellen Meinungen liegt, sondern auch in seiner Fähigkeit, zukünftige Innovationen anzustoßen.“

Weitere wichtige Ergebnisse und Prognosen der Studie umfassen:
 Wesentliche Veränderungen bei der Stromversorgung von Rechenzentren: Experten gehen davon aus, dass Rechenzentren künftig mit einem Mix aus verschiedenen Energiequellen betrieben werden. Solarenergie wird die Hauptquelle sein, gefolgt von einem annähernd gleich großen Mix aus Kernenergie, Windkraft und Erdgas. 65 % der Befragten glauben, dass Hyperscale-Rechenzentren voraussichtlich mit privater Energieerzeugung versorgt werden.
 Cloud-Prognosen sind eher konservativ: Branchenexperten prognostizieren, dass bis 2025 zwei Drittel der Rechenzentrumsleistung cloudbasiert sein werden. Dies ist eine recht konservative Schätzung. Laut Ciscos Global Cloud Index machen Cloud-Workloads derzeit etwa 46 % der gesamten Rechenzentrums-Workloads aus, und dieser Anteil soll bis 2017 auf 63 % steigen.
DCIM wird eine zentrale Rolle spielen: 29 % der Fachleute erwarten umfassende Transparenz über alle Systeme und Schichten hinweg, während 43 % davon ausgehen, dass sich Rechenzentren selbst reparieren und optimieren können. Insgesamt glauben 72 % der Experten, dass DCIM bis 2025 in irgendeiner Form implementiert sein wird – ein deutlich höherer Prozentsatz als die aktuellen Schätzungen zur DCIM-Einführung.
Die Auslastungsraten werden höher sein: Diese verbesserte Transparenz dürfte zu einer insgesamt effizienteren Leistung führen. 72 % der Branchenexperten erwarten, dass die Auslastung der IT-Ressourcen bis 2025 mindestens 60 % betragen wird. Die mittlere Prognose liegt bei 70 %. Dies steht im krassen Gegensatz zu den heutigen Durchschnittswerten, die lediglich zwischen 6 und 12 Prozent liegen, während mit Best Practices 30 bis 50 Prozent erreicht werden könnten.
„Das Rechenzentrum von 2025 wird sicherlich kein gewöhnliches Rechenzentrum mehr sein. Ich vergleiche das gerne mit dem Transportwesen“, kommentierte Andy Lawrence, Vice President für Rechenzentrumstechnologien und umweltfreundliche IT bei 451 Research. „Auf der Straße sehen wir Sportwagen und Familienautos, Busse und Lkw. Es gibt verschiedene Motoren, verschiedene Sitztypen und unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich Energieverbrauch und Zuverlässigkeit. Ähnliches wird sich auch in der Welt der Rechenzentren entwickeln. Tatsächlich ist diese Entwicklung bereits im Gange, und ich gehe davon aus, dass sie sich fortsetzen wird.“

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