Die Netze der Zukunft gestalten
: PUMA ist der Name des 13-Millionen-Euro-Projekts, das die Telekommunikationsarchitektur in den kommenden Jahren revolutionieren und verändern wird. Zu den Partnern gehören 13 führende Forschungszentren, darunter das Wireless Center der finnischen Universität Oulu (ein Forschungspartner von Nokia), das multinationale Unternehmen Comba Telecom Systems (China) und die Indian Institute of Technology University (ITMU). PUMA steht für „Pervasive & Ubiquitous Cognitive Network Management Architecture“ und ist ein Projekt, das eine neue und robuste Architektur für die Telekommunikation entwickeln soll. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach heterogenen Diensten (Video, Sprache, Daten usw.) über das Internet deutlich gestiegen. Der zunehmende Bedarf der Nutzer, stets online zu sein, ohne dabei auf Mobilität verzichten zu müssen, stellt globale Netzbetreiber vor große Herausforderungen. Reine Mobilität – also die Aufrechterhaltung unterbrechungsfreier Kommunikation mit hohen Geschwindigkeiten während der Bewegung – die effiziente Nutzung technologischer Ressourcen, die effektive Nutzung des Funkfrequenzspektrums und die dynamische und sich ständig verändernde Natur des Marktes erfordern die Entwicklung neuer Architekturen. Diese ermöglichen hohe Evolutionsfähigkeit, Skalierbarkeit, Interoperabilität und Konnektivität zu minimalen Kosten für den Nutzer. Dadurch wird die Servicebereitstellung optimiert und vereinfacht, um mit dem Markt Schritt zu halten. Anders ausgedrückt: Zunehmender Datenverkehr erfordert neue Technologien, um Kapazitätsengpässe in Festnetz- und Mobilfunk-Breitbandnetzen zu beheben.

Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Aire Networks arbeitet seit einigen Jahren an neuen Systemen zur Verbesserung und Optimierung des bestehenden Netzes. Dies führte zur Entwicklung einer neuen Architektur, die im Rahmen des PUMA-Projekts untersucht wird. Zu den erwarteten Vorteilen zählen eine deutliche Steigerung der Kommunikationsqualität, eine signifikante Senkung des Energieverbrauchs, eine erhöhte Netzkapazität, die Anpassung an bestehende funkelektrische Bedingungen sowie positive Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Dies liegt daran, dass die intelligente Antenne von PUMA, anstatt wie herkömmliche Antennen Energie in alle Richtungen abzustrahlen, das Signal direkt an jeden Nutzer sendet – und zwar nur dann, wenn der Dienst benötigt wird. Dies führt zu erheblichen Energieeinsparungen und einer Reduzierung dieser Art von Umweltbelastung. Zudem verringert sich die Anzahl der in einem herkömmlichen Netzwerk benötigten Makro-Basisstationen.

Interdisziplinäre Forschung im Bereich Big Data für besseres Lernen:

Das zweite Projekt des in Alicante ansässigen Unternehmens trägt den Namen L³-PULSE: Skalierbare Cloud-Plattform für interaktives lebenslanges Lernen – Data Mining für eine nachhaltige Zukunft. An diesem Projekt sind elf europäische Partner und ein indisches Forschungszentrum mit einem geschätzten Budget von drei Millionen Euro beteiligt. Ziel ist die Entwicklung eines einzigartigen, weltweit zugänglichen Systems, das Millionen von Datenpunkten von Schülern und Lehrern aller Bildungsstufen in Echtzeit auswertet und Empfehlungen dazu gibt. Das Projekt umfasst bereits mehrere fortschrittliche und innovative Funktionen, wie beispielsweise Backend-Systeme zur gleichzeitigen Verarbeitung von Millionen von Datenpunkten und Algorithmen zur Kategorisierung von Datenflüssen. Sein übergeordnetes Ziel ist jedoch die Verbesserung von Lehrsystemen (sowohl online als auch in Präsenz) durch die validierte Echtzeitanalyse von Indikatoren aus bestehenden kognitiven Modellen. Dies soll zu sinnvollem Lernen im Sinne einer nachhaltigen Zukunft führen. Ein weiterer innovativer Aspekt des Projekts ist der Einsatz von Biosensorsystemen (wie beispielsweise Datenbrillen mit integrierter Kamera, Verarbeitungseinheit und Display). Beteiligt sind führende Zentren für die Entwicklung von Systemen für maschinelles Lernen und Data Mining (wie Forschungsabteilungen der Universitäten London, Leeds, Slowakei und Athen) sowie Abteilungen für Psychologie, Pädagogik und nachhaltige Bildung verschiedener europäischer Forschungszentren. Die Integration des Gesamtsystems erfolgt in Alicante, in den Einrichtungen von Aire Networks, auf einer global zugänglichen Cloud-Plattform. Die Testphase soll Ende 2014 beginnen. Die Projektlaufzeit beträgt voraussichtlich vier Jahre.

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