Die Investition wird 330 neue Arbeitsplätze schaffen und die Ernennung eines Software-Direktors für Europa zur Folge haben. Laut einem aktuellen Bericht von GE wird das industrielle Internet in den nächsten 20 Jahren schätzungsweise 2,8 Billionen US-Dollar (2,2 Billionen Euro) zur Produktivitätssteigerung in Europa beitragen (und damit 2030 einen Beitrag zum europäischen BIP leisten), was einem Viertel der Wirtschaftsleistung der Eurozone entspricht.

GE startet in Ungarn ein Programm mit einem Budget von rund 50 Millionen US-Dollar zur Entwicklung eines fortschrittlichen Gesundheitsinformationssystems. Dieses soll die Entscheidungsfindung verbessern und die Effizienz im Gesundheitswesen deutlich steigern. Das vierjährige Projekt, das von GE Healthcare in Partnerschaft mit der Pannon-Universität, der Universität Szeged und dem Nationalen Krebsinstitut durchgeführt wird, umfasst eine Investition von rund 27 Millionen US-Dollar durch die ungarische Regierung und weitere rund 23 Millionen US-Dollar von GE.

Das Programm bietet rund 180 Softwareentwicklern die einmalige Gelegenheit, eines der modernsten IT-Infrastruktursysteme für das Gesundheitswesen zu entwickeln und zu testen. Durch die Nutzung elektronischer Gesundheitsindikatoren und Patientendaten soll das neue System dazu beitragen, eine der größten globalen Herausforderungen zu bewältigen: die steigenden Gesundheitskosten zu bekämpfen und gleichzeitig die Qualität, Effektivität und Effizienz des Sektors zu verbessern.

GE kündigte außerdem an, seine Kompetenzen in den Bereichen Analytik und Softwareentwicklung am Engineering Design Center in Warschau auszubauen. Dieses Zentrum wird innovative, physikbasierte Analyselösungen für Anwender in den Bereichen Energie, Öl und Gas sowie Luft- und Raumfahrt entwickeln. Im Rahmen dieses Programms wird die Zahl der Ingenieure, die sich der Entwicklung des industriellen Internets widmen, am GE-Zentrum in den nächsten fünf Jahren auf 150 steigen.

GE gab heute die Ernennung von Stefan Bungart zum Software-Direktor für Europa bekannt. Er wird die regionale Integration, Innovation und die Anwendung von Rapid-Development-Methoden im europäischen Software-Hub vorantreiben. In seiner neuen Funktion wird Bungart mit GE Software mit Hauptsitz in San Ramon, Kalifornien, und den europäischen Führungskräften von GE zusammenarbeiten, um softwarebasierte Lösungen für Kunden zu entwickeln und bereitzustellen.
 
Bungart verfügt über 20 Jahre Branchenerfahrung und war in multinationalen Konzernen und Regierungen in den Bereichen Beratung, Strategieentwicklung und -umsetzung, Marketing und Supply-Chain-Management tätig. Zuletzt leitete er die Software-Innovation bei GE Deutschland. Vor seinem Wechsel zu GE war Bungart Vice President New Services bei der Deutschen Telekom. Er bekleidete außerdem verschiedene Führungspositionen bei IBM, darunter die des Innovationsdirektors für IBM Deutschland, des Marketingdirektors für Europa und des Direktors für strategisches Allianzmarketing für Europa.

Nani Beccalli-Falco, Präsident und CEO von GE Europe, erklärte: „Diese Investitionen und die Ernennung von Stefan Bungart zum neu geschaffenen Leiter der Softwareabteilung in Europa sind Teil der GE-Strategie, unsere Kompetenzen auszubauen und die Chancen des industriellen Internets für GE und seine Kunden optimal zu nutzen.“ Er fügte hinzu: „Wir sind überzeugt, dass das industrielle Internet Wachstum und Produktivität fördern sowie erhebliche Einsparungen und Effizienzsteigerungen in Schlüsselsektoren wie Energie, Gesundheitswesen und Transport ermöglichen wird. Dies geschieht jedoch nicht von allein. Investitionen des Privatsektors sind zwar eine wichtige Säule, doch müssen Regierungen und der öffentliche Sektor die Rahmenbedingungen für solche Investitionen schaffen, beispielsweise durch die Förderung der Ausbildung von Fachkräften, die Gewährleistung eines sicheren und freien Datenflusses und die Förderung einer stärkeren Standardisierung.“.

Das Konzept des „Industriellen Internets“
verkörpert einen neuen technologischen Trend, der industrielle Prozesse verändern und die Produktivität durch verbesserte Datenerfassung und -analyse sowie eine stärkere Integration der digitalen Welt mit der Welt der Maschinen steigern wird.

Das industrielle Internet der Dinge (IIoT) bezeichnet die Kombination komplexer Maschinen mit einem Netzwerk aus Sensoren, fortschrittlicher Software und vernetzten Fachkräften. Es umfasst Bereiche wie maschinelles Lernen, nutzerzentriertes Design, prädiktive Analysen und die Kommunikation zwischen Maschinen (M2M), um große Datenmengen von Maschinen zu verarbeiten, diese (oft in Echtzeit) zu analysieren und daraus Erkenntnisse zu gewinnen. Diese Informationen werden genutzt, um die betriebliche Effizienz zu steigern. Die zunehmende Vernetzung der digitalen Welt mit der Maschinenwelt birgt das Potenzial, die Industrie weltweit grundlegend zu verändern.

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