TechnologieDie Tatsache, dass es sich bei FTS um eine fortschrittliche Vermittlungstechnologie handelt, ist für deren Einsatz unerlässlich. Fast Track Switching (FTS), vergleichbar mit Store-and-Forward- oder Cut-Through-Switching, ist ein Standardbestandteil der Ethernet-Technologie und in eine Vermittlungsmatrix integriert. Alle identifizierbaren Protokolle wie Modbus/TCP, PROFINET und Ethernet/IP können durch FTS mittels Cut-Through-Verfahren deterministisch beschleunigt und in garantierten Mindestzeiten über das Netzwerk übertragen werden. Mit Fast Track werden priorisierte Daten mit hoher Priorität beschleunigt und können nicht priorisierte Daten umgehen. Besonders vorteilhaft ist, dass bei der Verwendung von FTS im Netzwerk keine zusätzliche Konfiguration der Steuergeräte erforderlich ist.

Das Netzwerk selbst garantiert Determinismus. Aus diesem Grund wird auch auf eine separate Anwenderorganisation zur Analyse der Konformität aller Produkte verzichtet. HARTING-Kunden können durch die Wahl von Fast-Track-Switches deterministische Echtzeitnetzwerke realisieren.
FTS unterstützt nun auch lineare Strukturen
Der FTS-Switch hat sich am Markt etabliert und wurde durchweg positiv aufgenommen. Dennoch verfolgt HARTING weiterhin seine Strategie des offenen Marktes mit einem integrierten Ansatz. So setzt beispielsweise auch Hilscher mittlerweile auf Fast Track Switching und präsentierte auf der SPS/IPC/DRIVES 2011 die neueste Generation der netX Echtzeit-Ethernet-Controller.

Der netX beinhaltet Fast Track Switch-Funktionen, während der netX 51/52 mit der integrierten ARM-CPU auch das vollständige Übertragungsprotokoll implementieren kann.

Die oben genannten Profile lassen sich mit Fast Track Switching und diesen ASICs deterministisch beschleunigen. Der Chip ist preisgünstig und verfügt über zwei integrierte PHYs.

Zielmarkt sind Gerätehersteller, die Produkte wie I/O-Komponenten für den konventionellen Einsatz in linearen Strukturen von Maschinen oder Anlagen produzieren. Die beiden Unternehmen haben vereinbart, die Kompatibilität der Fast-Track-Switching-Technologie aufrechtzuerhalten und deren Entwicklung fortzusetzen.

Die entsprechenden Tests wurden mit vollumfänglich zufriedenstellenden Ergebnissen durchgeführt. Daher ist es möglich, integrierte Netzwerke in einer linearen Topologie aus FTS-Switches und Endgeräten mit einem integrierten Drei-Port-FTS-Switch zu erstellen.

Obwohl Fast Track-Schalter mit Nicht-FTS-Geräten kompatibel sind und in einer gemischten Umgebung eingesetzt werden können, gilt: Je weniger andere Schaltertypen zwischen ihnen angeschlossen sind, desto besser ist die Leistung des gesamten Automatisierungsbereichs und desto zeitnaher treffen alle Daten ein.

Autor:

Anja Dienelt, Produktmanagerin Ethernet-Switches, Deutschland, HARTING Technologiegruppe, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt. Sie benötigen aktiviertes JavaScript, um sie anzuzeigen.

Weitere Informationen oder ein Angebot