Multipliziert mit Millionen von Eingriffen jährlich, wird dieser Zeitverlust zu einem der größten Faktoren, die die betriebliche Effizienz im Sektor beeinträchtigen – und bisher hat sich niemand mit dem Problem auf Komponentenebene selbst auseinandergesetzt.
Fibramérica, ein internationaler Hersteller von Infrastrukturlösungen für Glasfasernetze, präsentiert FABLIGHT: eine Technologie, die optische Retroreflexionseigenschaften in die passiven Komponenten von FTTH-Netzen integriert – Verteilerkästen, Spleißmuffen und Außenanlagen. Unter direkter Beleuchtung, beispielsweise durch eine Taschenlampe oder Fahrzeugscheinwerfer, sind mit FABLIGHT ausgestattete Objekte in völliger Dunkelheit sichtbar und identifizierbar, ohne dass Batterien, zusätzliche Elektronik oder Wartung erforderlich sind.
FABLIGHT benötigt weder eine Stromquelle noch eine Verbindung oder zusätzliche Hardware. Retroreflexion ist eine Materialeigenschaft: Pigmente aus Mikrokügelchen mit hohem Brechungsindex werden während des Herstellungsprozesses in die Zusammensetzung der Komponenten eingearbeitet. Das Ergebnis ist ein Objekt, das Licht mit höherer Intensität als eine herkömmliche Oberfläche zur Lichtquelle – einer Taschenlampe oder Fahrzeugscheinwerfern – zurückreflektiert. Dieselbe Physik, die Verkehrsschilder, Sicherheitswesten und Flughafenmarkierungen aus bisher unmöglichen Entfernungen sichtbar macht, nutzt Fibramérica nun erstmals für die Fertigung von FTTH-Komponenten.
Laut Betriebstests des Fibramérica-Ingenieurteams in simulierten nächtlichen Einsatzszenarien lässt sich die Lokalisierungszeit von Anlagen im Vergleich zu Standardbetriebsbedingungen um bis zu 30 % reduzieren. Die Technologie erfordert keine Änderungen an bestehenden Installationsprozessen oder Wartungsprotokollen. „Die Technologie wurde entwickelt, um ein reales operatives Problem zu lösen: die effiziente Lokalisierung bei schlechten Sichtverhältnissen. Der positive Marketingeffekt ist ein wichtiger Nebeneffekt, aber im Kern geht es um die Anwendung von Ingenieurskunst im praktischen Einsatz“, so Ariel Kun, Produktmanager bei Fibramérica.
Das FTTH-Netz eines typischen regionalen Anbieters umfasst zwischen 50.000 und 500.000 Außenanlagenpunkte in urbanen Gebieten. Bisher erfüllten diese Anlagen lediglich eine technische Funktion. Mit FABLIGHT wird jeder dieser Punkte zusätzlich zum Markenkontaktpunkt – sichtbar unter bestimmten Lichtverhältnissen, erkennbar an den Farben und dem Logo des Anbieters und präsent im Alltag des Kunden.
FABLIGHT wird ab dem ersten Halbjahr 2026 in ausgewählte Komponentenlinien integriert und befindet sich bereits in der Produktion für Projekte in Asien. Die Technologie steht Anbietern und Systemintegratoren ab März 2026 als integriertes Upgrade innerhalb der Standardfertigungsprozesse zur Verfügung – ohne Anpassung der bestehenden Infrastruktur oder zusätzliche Schulungen für das technische Personal.
