Das Team für unkonventionelle Rechnerarchitekturen und Netzwerke am BSC-CNS unter der Leitung von Mario Nemirovsky konzentriert sich daher in seiner Forschung auf die Systemintegration, die Definition grundlegender Hardwareblöcke und deren flexible Kombination zur individuellen Anpassung der Knoten. Diese Blöcke sind:
• der "Compute"-Block (basierend auf SoC)
• der Hochleistungsspeicherblock (HPC)
• der FPGA/SoC-Beschleunigerblock

Ressourcenzuweisung erfolgt vollständig softwareseitig.
Ziel ist eine energieeffiziente Rechenzentrumsarchitektur mit einer geschätzten Reduzierung des Stromverbrauchs um 20 %. Dies wird durch den Paradigmenwechsel von einem Modell, das das Motherboard als Basiseinheit betrachtet, zu einem softwareseitig definierten Blockmodell erreicht. Dadurch können disaggregierte IT-Ressourcen flexibel dimensioniert und bedarfsgerecht in der Cloud bereitgestellt werden.
Diese Forschung ist Teil des dRedBox-Projekts, das mit 6,4 Millionen Euro aus dem EU-Programm Horizon 2020 gefördert wird. Das BSC-CNS ist Mitglied des Projekts und arbeitet in der Arbeitsgruppe „Anforderungen und Architekturspezifikation, Simulationen und Schnittstellen“.
Das dreijährige Projekt, das bis Ende 2018 läuft, plant die Entwicklung von Prototypen und Testdaten für verschiedene Ressourcenkombinationen (CPUs, Speicher, Peripheriegeräte) und die Entwicklung eines neuen Cloud-Computing-Servers. Dieser soll eine schnellere Verarbeitung, eine bessere Ressourcenzuweisung und geringere Gesamtkosten ermöglichen.

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