Ihre Bemühungen stoßen auf zunehmenden Widerstand von Anwohnern, die die Installation von Antennen auf oder in der Nähe ihrer Dächer ablehnen. Antennen sind für die Bereitstellung dieses Dienstes unerlässlich.
Die Betreiber optimieren ihre Sendeanlagen durch den Einsatz von Mehrfachanschlussantennen, typischerweise zwei für GSM 870–960 MHz (±45°), zwei für DCS (1710–1880 MHz) und zwei für UMTS (1920–2170 MHz). Auch die Kabelführung vom Funkanlagenverteiler zur Antenne ist so ausgelegt, dass möglichst wenige Kabel benötigt werden.
Kombination
Sowohl Kombinations- als auch Multiplexverfahren verwenden typischerweise einige der folgenden Elemente, von den einfachsten zu den komplexesten:
1. 3-dB-Koppler: Diese ermöglichen die kostengünstige Diplexierung (Summierung) mehrerer Träger, auch innerhalb desselben Frequenzbandes. Sie bestehen aus zwei eng beieinander liegenden, magnetisch gekoppelten Leitungen.
2. Diplexer: Diese Summiergeräte basieren auf Resonanzhohlräumen. Sie sind komplexer, bieten aber eine bessere Isolation zwischen den Eingängen und geringere Verluste.
3. Triplexer: Ebenfalls auf Hohlraumresonatoren basierend. Sie ermöglichen die Diplexierung von drei Frequenzbändern: GSM900, GSM1800 (oder DCS) und UMTS.
4. In-Band-Combiner: Diese eignen sich aufgrund ihrer geringen Einfügungsdämpfung, hohen Isolation und guten Stehwellenverhältnisse (VSWR) am besten für Systeme mit mittlerer und hoher Leistung. Sie vermeiden die Probleme, die bei der Diplexierung auftreten: Kanalblockierung an den Empfängern, Störaussendungen außerhalb des Frequenzbandes vom Sender und Intermodulationspegel innerhalb akzeptabler Grenzen.
5. Splitter: Weit verbreitet für die Innenraumabdeckung, eignen sie sich auch für die gemeinsame Nutzung von Antennen im Empfangsbereich oder für kundenspezifische Konfigurationen. SPINNER bietet ein patentiertes Modell (BN 81 82 89) mit 2, 3 oder 4 Ausgängen an, das im Frequenzbereich von 330-2700 MHz arbeitet und nur 134 mm lang ist.
Tabelle 1 zeigt eine Zusammenfassung dieser Lösungen.
Obwohl sie nicht direkt mit der Kombination selbst, sondern mit dem Schutz der Funkgeräte zusammenhängen, werden Überspannungsableiter und Gleichstromschutzschalter eingesetzt, typischerweise Triband-, Viertelwellen- und/oder gasgefüllte. Die inhärente Qualität eines passiven Bauteils spiegelt sich in seiner PIM-
Spezifikation (Produced Intermodulation) wider. Ein Pegel von 160 dBc (160 dB Unterschied zwischen eingespeister und erzeugter Leistung im Bauteil) gewährleistet einen störungsfreien Betrieb der Baugruppe.
Abbildung 2 zeigt das interne Schaltbild eines Intraband-Combiners für UMTS. Er besteht aus zwei Sternpunkt-Diplexern und einem Antennen-Duplexer. Der Doppel-Combiner enthält zwei solcher Baugruppen. Es handelt sich daher um relativ komplexe Bauteile.
Sie ermöglichen Intraband-Diplexing mit sehr geringen Verlusten von maximal 1,4 dB.
Abbildung 3 zeigt den Frequenzgang des oben beschriebenen Combiners. Die in Spanien für UMTS verwendeten Frequenzen sind:
Orange: 1935,3 – 1950,1 MHz / 2125,3 – 2140,1 MHz
Telefonica: 1964,9 – 1979,7 MHz / 2154,9 – 2169,7 MHz
Yoigo: 1920,5 – 1935,3 MHz / 2110,5 – 2125,3 MHz
Vodafone: 1950,1 – 1964,9 MHz / 2140,1 – 2154,9 MHz
Die Kombinierer von SPINNER zeichnen sich durch geringe Einfügedämpfung, hohe Entkopplung benachbarter Frequenzen und sehr niedrige Intermodulationswerte aus.
Sowohl Diplexer und Triplexer als auch Intraband-Kombinierer sind auch als rackmontierbare Versionen erhältlich. SPINNER nennt diese Lösung MNCS (Mobile Network Combining System). Diese Systeme
übernehmen alle Leistungsmerkmale ihrer integrierten Komponenten und ermöglichen zudem eine einfache und komfortable Wartung, Erweiterung und Überwachung der verarbeiteten Signale.
Eine Erfolgsgeschichte:
Die Pariser Metro
. Die Pariser Metro ist eine der längsten und meistbefahrenen Metros der Welt. Täglich nutzen rund 9 Millionen Fahrgäste die Metro, was 2,5 Milliarden Fahrgästen pro Jahr entspricht.
Die RATP, das Betreiberunternehmen, beschäftigt etwa 50.000 Mitarbeiter, die dieses riesige Schienennetz betreiben und instand halten. Die RATP bietet außerdem Mobilfunkempfang für drei ihrer Linien an. Die Betreiber sind:
- Bouyges Telecom GSM 900/
1800/UMTS.
- SFR GSM 900/1800/UMTS.
- Orange GSM 900/1800/UMTS.
Die Betreiber liefern die BTS/Node-B-Ausrüstung. Alle Komponenten werden in einer kundenspezifischen SPINNER-Einheit kombiniert (siehe Abbildung 5). Die im Jahr 2000 installierte Funkinfrastruktur wurde 2007 durch diesen Kombinator ersetzt.
Der TETRA-Netzausbau wurde im selben Jahr abgeschlossen. Die Kombinatoren wurden ebenfalls von
SPINNER geliefert.
Eine Herausforderung für SPINNER:
Das vorgeschlagene System musste sich nahtlos in bestehende TETRA- und analoge Kommunikationsnetze integrieren lassen. Die Lösung wurde von SPINNER Frankreich und SPINNER München entwickelt, zunächst über ein Jahr lang, um die technischen Qualifikationen zwischen SPINNER, der RATP und den Netzbetreibern zu klären. Unsere Lösung erwies sich als komponentenärmer, leistungsstärker und bot zahlreiche Vorteile: einfache zukünftige Erweiterung (die sich mit der Einführung von UMTS als notwendig erwies), Wartungsfreiheit und hohe Zuverlässigkeit.
Die RATP berechnet den Netzbetreibern die Infrastrukturnutzung sowie einen Anteil der Gesprächseinnahmen. Sie ist außerdem für die Netzplanung und -implementierung verantwortlich. Hauptgrund für die Ablösung des alten Netzes durch das neue SPINNER-System war die überlegene Leistung des Kombinators und die verbesserte Netzabdeckung.
Die kommerziellen Vorteile zeigten sich sofort, da die Nutzer eine höhere Zufriedenheit feststellten.
