Keysight wird als Hauptauftragnehmer fungieren und mit Sateliot zusammenarbeiten, um die technische Entwicklung und Integration der Satellitenmission zu unterstützen.

Mit dem Ausbau von Satellitenkommunikationskonstellationen werden weltraumgestützte Netzwerke immer komplexer, da die Interaktionen zwischen Satelliten, Bodensystemen und der terrestrischen 5G-Infrastruktur zunehmen. Dies stellt uns vor neue Herausforderungen hinsichtlich Dienstqualität, Anomaliemanagement, Betriebssicherheit und Vertrauen in das Netzwerkverhalten nach der Inbetriebnahme. Mit Blick auf 6G, wo nicht-terrestrische Infrastruktur eine zentrale Rolle spielen wird, ist der Zugang zu zuverlässigen und verifizierbaren Daten entscheidend für den autonomen, KI-gestützten Netzwerkbetrieb.

Das Projekt, gefördert durch den ESA-Programmbereich „Space for 5G/6G & Sustainable Connectivity“ innerhalb des ARTES-Programms (Advanced Research in Telecommunications Systems), zielt darauf ab, diese Herausforderungen durch die Etablierung eines sicheren und verifizierbaren Vertrauensrahmens für NTN-Umgebungen zu bewältigen. Keysight wird seine Expertise in den Bereichen Design, Test und Messung nutzen, um zu untersuchen, wie Blockchain, KI, maschinelles Lernen (ML) und digitale Kalibrierungszertifikate im gesamten NTN-Lebenszyklus – von der Satellitenherstellung und -kalibrierung bis hin zum Betrieb im Orbit und der Dienstbereitstellung – eingesetzt werden können.
Antonio Franchi, Programmmanager des ESA-Programms „Space for 5G/6G & Sustainable Connectivity“ , erklärte: „Die Zukunft der Konnektivität in Europa hängt von Netzen ab, die nicht nur fortschrittlich, sondern auch zuverlässig, ausfallsicher und sicher sind. Die Unterstützung dieses Projekts, das von der Führungsrolle von Keysight und der Expertise von Sateliot profitiert, unterstreicht das Engagement der ESA für die Förderung der Technologien, die für die Integration von nicht-terrestrischen und terrestrischen Netzen erforderlich sind. Gemeinsam tragen wir nicht nur dazu bei, die europäische Kommunikation vor Spoofing und Manipulation zu schützen, sondern stellen auch sicher, dass unsere Mitgliedstaaten weiterhin eine Vorreiterrolle bei sicheren 5G- und zukünftigen 6G-Kommunikationsnetzen einnehmen.“

Eric Taylor, Vizepräsident für Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und Regierungslösungen bei Keysight, erklärte: „Diese Initiative stellt einen wichtigen Schritt hin zur Sicherheit hybrider Weltraum-Boden-Netzwerke dar, insbesondere angesichts der rasanten globalen Verbreitung von bodengebundenen Netzwerken (NTNs). Durch die Kombination von Test- und Messkompetenz mit KI- und Blockchain-basierten Sicherheitstechnologien wird diese Arbeit zeigen, wie Vertrauen in den gesamten NTN-Lebenszyklus integriert werden kann – von der Entwicklung und Validierung bis hin zum Betrieb im Orbit.“

Durch die Integration dieser Technologien zielt das Programm darauf ab, die Integrität und Zuverlässigkeit von weltraumgestützten IoT-, 5G- und zukünftigen 6G-Kommunikationssystemen zu verbessern und so Netzwerke vor Spoofing, Manipulation und anderen Cyberbedrohungen zu schützen. Im Rahmen des Programms schreitet die Entwicklung von der Laborforschung und dem Prototyping bis hin zu einer umfassenden Demonstration im Orbit voran. Dabei wird validiert, wie Blockchain-basierte Vertrauenswürdigkeit, autonome Anomalieerkennung und sichere Telemetrie in Satellitenbetriebsumgebungen angewendet werden können.

Dieses von der ESA finanzierte Programm soll die Grundlage für zukünftige Trusted Network Operations (NTN) schaffen, Europas Position im Bereich sicherer Satellitenverbindungen stärken und die weltweite Einführung vertrauenswürdiger, weltraumgestützter 5G/6G-Netze beschleunigen.