Der Nodle M1 kann an der Kleidung oder dem Namensschild eines Mitarbeiters befestigt oder als Halskette getragen werden. Das Gerät nutzt Teile des Open-Source-Tracking-Protokolls Whisper und ist mit der Coalition-App, der von der Red Coalition entwickelten datenschutzkonformen Kontaktverfolgungs-App, kompatibel.

Laut einem kürzlich erschienenen Bericht der Harvard University und des Johns Hopkins Center for Health Security, auf den sich die Partner berufen, gelten datenschutzfreundliche digitale Tools zur Kontaktverfolgung als Multiplikatoren, die dazu beitragen, die manuellen Nachverfolgungsbemühungen auszuweiten, die Anzahl der benötigten Tests zu reduzieren und die Ausbreitung von COVID-19 zu verlangsamen.

Studien zeigen, dass Angestellte viel Zeit am Arbeitsplatz im Austausch mit Kollegen verbringen, was die Verbreitung von COVID-19 begünstigt. Bestimmte Tätigkeiten, beispielsweise in Lagerhallen, Fabriken, Krankenhäusern und Lebensmittelverarbeitungsbetrieben, werden häufig nicht mit einem Smartphone in der Hand ausgeführt, wodurch der Empfang digitaler Kontaktnachverfolgungsbenachrichtigungen über Smartphones erschwert wird.

„In Gesprächen mit Regierungsvertretern und großen Unternehmen wurde uns der große Bedarf an datenschutzfreundlichen, intelligenten Kontaktverfolgungsgeräten bewusst, die auch ohne Smartphone funktionieren. Wir haben bereits Anfragen von großen Unternehmen in den USA und Europa für mehrere Millionen Einheiten erhalten, und Avnet verfügt über das Know-how, die Produktion dieser Wearables in Rekordzeit hochzufahren“, so Micha Benoliel, Mitgründer und CEO von Nodle

Als Reaktion darauf begann Nodle gemeinsam mit Avnet die Entwicklung von Nodle M1, einer datenschutzorientierten Kontaktverfolgungslösung für Unternehmen, um Mitarbeiter und Besucher besser vor einer COVID-19-Infektion zu schützen.

Das 5 cm große Gerät misst die Entfernung und benachrichtigt Mitarbeiter per Vibrationsalarm, sobald sie sich zu sehr nähern (weniger als 1,8 Meter). Die Entfernungsmessung erfolgt deutlich genauer als bei einer Smartphone-basierten Lösung und benötigt keine Standortdaten. Das System ermöglicht es außerdem der Personalabteilung, Personen zu informieren, die sich in der Nähe eines Mitarbeiters aufgehalten haben, der zuvor eine COVID-19-Infektion gemeldet hat.

Um Datenschutz und Sicherheit zu gewährleisten, verwendet der Nodle M1 eine wechselnde Zufalls-ID, um zu verhindern, dass unbefugte Dritte Mitarbeiter verfolgen oder die Mitarbeiterzahl eines Unternehmens ermitteln. Der Nodle M1 ist industrietauglich, wasser- und staubdicht (IP67) und kann mit einer einzigen Akkuladung mehrere Tage lang betrieben werden.

„Das Nodle M1 wird für Unternehmen im Kampf gegen COVID-19 ein wertvolles Instrument sein, da es Arbeitgebern ermöglicht, alle Mitarbeiter, die möglicherweise am Arbeitsplatz dem Virus ausgesetzt waren, schnell zu benachrichtigen. Durch die Nutzung des Avnet-Ökosystems, um die Markteinführung dieses Geräts durch Nodle zu beschleunigen, können wir rasch eine Lösung auf den Markt bringen, die die Sicherheit der Mitarbeiter priorisiert und gleichzeitig die Geschäftskontinuität gewährleistet“, sagte Bill Amelio, CEO von Avnet.

Die Auslieferung des Nodle M1-Geräts beginnt im Oktober 2020. Vorbestellungen sind hier möglich.