Obwohl der R&S PKU100-O750 eine Ausgangsleistung von 750 W bietet, zeichnet er sich durch ein überlegenes, kompakteres und leichteres Design aus. Darüber hinaus haben die Entwicklungsingenieure von Rohde & Schwarz durch intensive Forschung und Entwicklung die höchste Energieeffizienz aller Verstärker seiner Leistungsklasse erreicht.

Bei der Entwicklung seiner neuen Satellitenverstärkerfamilie verfolgte Rohde & Schwarz das Ziel, die traditionelle Röhrentechnologie durch modernste Halbleitertransistoren zu ersetzen. Die größte Herausforderung bestand darin, ein Kühlkörperdesign zu entwickeln, das die Transistoren kühl hält und so deren Lebensdauer und Leistung erhöht. Gleichzeitig sollte eine kompakte Topologie für die HF-Komponenten mit minimalen Dämpfungen durch Einfügungsverluste von Leistungsteilern, Kombinatoren, Steckverbindern und Kabeln realisiert werden.

Es ist wichtig zu wissen, dass der Verstärker auch bei einem Ausfall der Transistoren während des Betriebs mit reduzierter Ausgangsleistung weiterarbeitet. Da er keine Hochspannungen verwendet, ist er wartungsfreundlich und hat eine längere Lebensdauer als vergleichbare Röhrenverstärker. Darüber hinaus können Rohde & Schwarz-Verstärker mit redundanten Netzteilen für Wechsel- und Gleichstrombetrieb ausgestattet werden, sodass ein Netzteilausfall den Betrieb des Verstärkers nicht unterbricht.

„Wir haben zwei Leistungsklassen für unsere Uplink-Verstärker entwickelt: Die Modelle 400W und 750W werden als Außen- und Innengeräte sowie für die beiden Frequenzbänder 12,75 GHz bis 13,25 GHz und 13,75 GHz bis 14,5 GHz erhältlich sein“, erklärt Christian Baier.

Die Verstärker verfügen optional über eine adaptive Linearisierung. Bei Satelliten-Uplink-Verstärkern ist die Signallinearisierung von entscheidender Bedeutung, da sie ein deutlich saubereres Verstärkersignal erzeugt. Signallinearisierung ist bereits ein Merkmal verschiedener Röhrenverstärker, konnte aber bisher nicht in Halbleiterverstärker integriert werden.

Die Linearisierung hat zwei Effekte: Erstens verbessert sie die Signalqualität im Frequenzband, was zu einer geringeren Modulationsfehlerrate (MER) und folglich zu einer besseren Fehlervektormagnitude (EVM) bzw. einem besseren Rauschleistungsverhältnis (NPR) führt und somit den Empfang des Signals erleichtert. Zweitens bewirkt die Linearisierung eine deutlich bessere Leistung außerhalb des Frequenzbandes, d. h. eine signifikant geringere Dämpfung, was zu einer geringeren Leistung benachbarter Kanäle und damit zu weniger Interferenzen mit benachbarten Satellitenkanälen führt.

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