„Wir sind stolz darauf, zu den 56 europäischen Unternehmen zu gehören, die für diese Förderung ausgewählt wurden“, kommentierte Carlos Pardo, CEO und Mitgründer von KDPOF. „Mit dieser Unterstützung können wir die großflächige Fertigung von optoelektronischen Hochgeschwindigkeitsbauteilen für die Automobilindustrie in Spanien realisieren und damit unsere derzeitige Abhängigkeit von Herstellern in Asien und den USA deutlich reduzieren“, fügte er hinzu.
Parallel zur Eröffnung des Werks ist auch die Entwicklung einer innovativen Verpackungstechnologie geplant, deren Einsatz in den nächsten Hochgeschwindigkeits-Transceivern für optische Kommunikation erwartet wird, die in den modernsten Fahrzeugen verwendet werden.
Die Europäische Union rechnet mit dem Abschluss des globalen IPCEI ME/CT-Projekts bis 2032; einige Produkte könnten jedoch bereits 2025 auf den Markt kommen. Darüber hinaus wird geschätzt, dass die 68 geförderten Projekte rund 8.700 direkte Arbeitsplätze schaffen und private Investitionen in Höhe von mindestens 13,7 Milliarden Euro freisetzen werden.
Die neueste Generation spanischer Chips
mit KDPOF-Technologie hat den Bedarf an Vernetzung gelöst, der durch den Einbau von Kameras, Sensoren, künstlicher Intelligenz und mehreren Prozessoren in moderne Fahrzeuge entstanden ist.
Die Chips und Transceiver von KDPOF stellen Verbindungen über Glasfaser her und ermöglichen so deutlich schnellere, robustere, zuverlässigere und kostengünstigere Verbindungen zwischen allen Komponenten. Im Rahmen dieses neuen Projekts wird das Unternehmen nicht nur die Chips entwickeln, sondern auch den Großteil des Produktionsprozesses verantworten.
Die Herstellung von Siliziumwafern, die den ersten Schritt der Chipproduktion darstellt, erfordert ein sehr präzises Verfahren und eine Fertigung in großen Stückzahlen, um wirtschaftlich zu sein. Nachdem die Wafer in einzelne Mikrochips zerlegt wurden, werden diese verkapselt und geprüft, um die Qualität und Funktionalität jeder Einheit zu gewährleisten.
„Die Verkapselungs- und Testprozesse erfordern zwar sehr spezielle Maschinen, diese sind aber deutlich leichter zugänglich als jene, die zur Herstellung der Wafer verwendet werden. Daher ist es mit unserem Projekt und der Förderung durch das IPCEI ME/TC-Programm durchaus möglich, diese beiden letzten Phasen der Mikrochip-Produktion in Spanien durchzuführen“,erklärte Pardo.
Die aktuelle Nachfrage aus der Automobilindustrie erfordert zwar große Mengen, jedoch nicht in dem Umfang wie in anderen Branchen. Die Realisierung des KDPOF-Werks wird es daher ermöglichen, diese Nachfrage zu decken. Darüber hinaus will KDPOF Spanien als europäischen Marktführer im Bereich der optischen Kommunikation und Mikroelektronik positionieren.
