Die von beiden Universitäten initiierte und bis 2024 geplante Forschung wird im Rahmen des Projekts „Integrierte terrestrische und nicht-terrestrische drahtlose Netzwerke“ des Lehrstuhls durchgeführt, das von Fractus gefördert wird und darauf abzielt, den Technologietransfer und die Forschung im Bereich drahtloser 6G-Kommunikationssysteme zu verbessern.

Die Hauptforscher sind Dr. Angel Lozano, Leiter der Forschungsgruppe für drahtlose und sichere Kommunikation am Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien (DTIC) der Pompeu Fabra Universität und Inhaber des Fractus-UPF-Lehrstuhls, sowie Dr. Hamid Jafarkhani, Professor für Elektrotechnik und Informatik an der University of California, Irvine (UCI). Dr. Carles Diaz, ebenfalls Forscher im Bereich Elektrotechnik und Informatik an der UCI, ist neben weiteren Kooperationspartnern an dem Forschungsprojekt beteiligt. Das Projekt wird zudem von der U.S. National Science Foundation und einem Stipendium des ICREA Academia-Programms gefördert.

Überwindung der technischen Beschränkungen aktueller Drohnen
Die größte Herausforderung der Forschung besteht darin, die Flugrouten von Drohnen zu automatisieren und gleichzeitig die Kommunikation mit der Einsatzleitung und den Feuerwehrleuten am Boden zu gewährleisten. Konkret arbeitet das Team an der Optimierung der Algorithmen, die die Flugbahn und den automatischen Einsatz der Drohnen steuern.

Dr. Lozano (UPF) erklärt dazu: „Wir untersuchen, wie einige der derzeitigen technischen Einschränkungen von Drohnen in Bezug auf ihren Energieverbrauch und ihre Akku- bzw. Ladekapazität überwunden werden können, oder suchen nach Mechanismen, die verhindern, dass sie mit anderen Objekten kollidieren oder Störungen anderer Kommunikationssignale erleiden.“.

Ziel dieser Forschung ist es auch, den Einsatz von Drohnen zu erleichtern, um Informationen über den ersten Ort des Brandes und andere präventive Daten, wie z. B. bewohnte Gebiete oder nahegelegene Infrastruktur in der Nähe des Brandherds, zu liefern.


Intelligente Drohnen im Kontext des Klimawandels mit erhöhtem Brandrisiko
Die Forschung zielt darauf ab, technologische Lösungen für das wachsende Waldbrandrisiko im Kontext des Klimawandels zu entwickeln. In Kalifornien wurden 2020 infolge der Hitzewelle im Sommer über 800.000 Hektar Waldbrandfläche verzeichnet – ein Rekordwert.

In Spanien haben sich die Auswirkungen von Waldbränden in diesem Jahr, noch vor Beginn der Sommersaison, verschärft. Zwischen Januar und Mai 2023 brannten laut Angaben des Ministeriums für den ökologischen Wandel 47.785 Hektar Waldfläche ab, verglichen mit 16.494 Hektar im gleichen Zeitraum 2022. Die größten Brände ereigneten sich in den Provinzen Cáceres, Asturien, Castellón und Lugo. Katalonien folgte diesem landesweiten Trend bisher nicht, verzeichnete aber laut Angaben der katalanischen Regierung 2022 einen deutlichen Anstieg der verbrannten Fläche (5.834,66 Hektar), 141 % mehr als 2021.

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