Die Behörden bemühen sich seit Jahren, die Lücke zwischen genehmigten und tatsächlich angeschlossenen Haushalten zu schließen. Eine Studie der RVA/Fiber Broadband Association von Anfang dieses Jahres zeigt, dass in den USA weniger als 45 % aller genehmigten Haushalte angeschlossen sind, und trotz laufender Bemühungen vergrößert sich diese Lücke weiter. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Schwierigkeit, neue Kabel kosteneffizient in Mehrfamilienhäusern zu verlegen. Die Kosten für den Ausbau waren zu hoch und die Installationen zu aufwändig, als dass Gebäudeeigentümer und Mieter sie akzeptiert hätten, was die derzeit niedrige Anschlussrate erklärt.
Die Fiber-Assisted Wireless (FWA)-Technologie bietet Betreibern kürzere Bereitstellungszeiten und eine schnellere Amortisierung. In Kombination mit MoCA Access™ sind die Vorteile noch größer. MoCA Access ist eine Fiber-Assisted Wireless Extension (FWA)-Technologie, die für symmetrische Datenübertragungsraten von 2,5 Gbit/s über bestehende Koaxialkabel in Gebäuden spezifiziert ist. Dadurch können Betreiber erhebliche Kosteneinsparungen bei der Bereitstellung erzielen, ohne Leistungseinbußen hinnehmen zu müssen, insbesondere im Vergleich zu Glasfaser. Zuvor nicht angeschlossene Mehrgeräteeinheiten (MDUs) aufgrund hoher Bereitstellungskosten und geringer erwarteter Nutzerzahlen können nun aus einer neuen Geschäftsperspektive genutzt werden. Diese Technologie ermöglicht es Betreibern, mehr Nutzer mit leistungsstarken Diensten zu verbinden und so die digitale Kluft zu überbrücken.
„Ein wesentliches Hindernis für die Ausbaupläne der Netzbetreiber ist die zuverlässige Bereitstellung von Gigabit- oder Multi-Gigabit-Geschwindigkeiten für Mehrfamilienhäuser in verlassenen Industriegebieten“, so Tiainen weiter. „Dies treibt den Ausbau von Glasfaserzugangstechnologien und 5G mmWave FWA voran, insbesondere da die Verlegung von Glasfaser bis ins Haus oder von Ethernet-Kabeln auf dem Dach nicht kosteneffektiv ist. Wir benötigen verschiedene Technologien, um die ambitionierten globalen Ziele für digitale Inklusion zu erreichen. Wenn wir uns auf eine einzige Technologie wie Glasfaser verlassen, verlangsamen wir den Ausbau und riskieren sogar, einen großen Teil der Bevölkerung abzuschneiden.“
Tiainen hat das Projekt „Fixed Wireless Access Extension“ des Broadband Forums mitinitiiert, das Mehrfamilienhäuser mit 5G FWA verbinden soll, und andere zur Mitarbeit aufgerufen. Das Projekt konzentriert sich primär darauf, Wohnungen und Apartments in Mehrfamilienhäusern durch die Umnutzung bestehender Infrastruktur, wie z. B. Koaxialkabel, mit FWA zu versorgen.
Die Netzabdeckung zwischen der Basisstation und den Wohnungen ist aufgrund der Dämpfung des 5G-Signals in den Wänden unsicher, da hochfrequente Millimeterwellensignale oft Schwierigkeiten haben, mehrere Wände zu durchdringen, wie sie typisch für Mehrfamilienhäuser sind.
