Netzwerkbetreiber streben stetig steigende Übertragungskapazitäten an, um dem wachsenden Bandbreitenbedarf von Videodiensten, mobilen Anwendungen, Echtzeitspielen, großflächiger Datenspeicherung und erweiterten IP-Diensten gerecht zu werden.

Durch die Erhöhung der Modulationsstufen und die Reduzierung des optischen Übertragungsraums mithilfe von Superkanälen wird die Gesamtkapazität pro Faser im Vergleich zu aktuellen 100G-Standardsystemen um mehr als 100 % gesteigert. Superkanäle stellen die nächste Evolutionsstufe der optischen Technologie dar und kombinieren mehrere optische Medien, um ein Signal mit höherer 100G-Kapazität zu erzeugen. Die Möglichkeit, bestehende Glasfasernetze für höhere Übertragungskapazitäten zu nutzen, ermöglicht es Betreibern, den Bau neuer Glasfaserleitungen zu vermeiden und somit die bestehende Netzwerkinfrastruktur besser auszunutzen. In

diesem Test wurde zudem ein neuartiges Verfahren eingesetzt, das die Verwendung verschiedener Modulationsformate ermöglicht, um eine optimale Signalqualität bei maximaler Kapazität zu gewährleisten. Die beiden Unternehmen konzentrieren sich außerdem speziell auf die Leistungsfähigkeit der Glasfaserübertragung über große Entfernungen, da andere Experimente in diesem Bereich bisher nur im Labor durchgeführt wurden.

Im Jahr 2011 führten Verizon und die NEC Corporation of America in einem gemeinsamen Feldtest die branchenweit erste Hochgeschwindigkeitsübertragung durch, bei der 100G-, 450G- und 1T-Technologien über dieselbe Glasfaser übertragen wurden. Das Unternehmen treibt den Ausbau von 100G in seinem globalen Netzwerk weiter voran.