Die GLOMO Awards, die als die renommiertesten Auszeichnungen der Mobilfunkbranche gelten, würdigen Innovation und gesellschaftliches Engagement im globalen digitalen Ökosystem. Der diesjährige Preis mit dem Titel „Die Welt in Krisenzeiten vernetzt halten“ wurde an Doreen Bogdan-Martin, Generalsekretärin der ITU, und Kelly T. Clements, stellvertretende Hochkommissarin des UNHCR, verliehen.

Das Projekt „Connectivity for Refugees“ hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 20 Millionen Flüchtlinge und Mitglieder der Aufnahmegemeinden miteinander zu vernetzen und dabei zentrale Hürden wie Bezahlbarkeit, Infrastrukturlücken, digitale Kompetenz und die Schaffung förderlicher Rahmenbedingungen zu überwinden. Bis Mitte 2026 wird die Initiative bereits über eine Million Binnenvertriebene und ihre Aufnahmegemeinden in mehr als 15 Ländern erreicht haben. Trotz finanzieller Herausforderungen schreitet die Expansion rasant voran.

Seit 2023 arbeiten UNHCR und ITU eng mit Regierungen, Partnern aus dem Privatsektor und lokalen Gemeinschaften in Afrika, Asien und Amerika zusammen, um Flüchtlinge und die aufnehmende Bevölkerung mit Zugang zu Informationen, Bildung, Lebensgrundlagen und grundlegenden Dienstleistungen zu stärken.

„Wenn wir gemeinsam Flüchtlingen den Zugang zu digitalen Kommunikationskanälen ermöglichen, eröffnen sich Wege zu Würde und Hoffnung“, sagte Bogdan-Martin. „Diese Erkenntnis unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit, um sicherzustellen, dass Vertriebene und ihre Aufnahmegemeinschaften nicht zurückgelassen werden.“

„Konnektivität ist eine Lebensader, kein Luxus. Für Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen ist ein Mobilfunksignal nicht nur ein Telefonanruf; es kann den Unterschied zwischen Leben und Tod, Abhängigkeit und Selbstversorgung bedeuten“, sagte Clements bei der Entgegennahme der Auszeichnung.

„Wir sind sehr dankbar für diese Anerkennung, die die transformative Wirkung von Konnektivität in Flucht- und Vertreibungssituationen hervorhebt und Resilienz, Würde und Inklusion fördert.“.

Die Initiative „Konnektivität für Flüchtlinge“ setzt den transformativen Geist der UN80-Reform in die Praxis um, indem sie innovative Lösungen ausbaut, politische Reformen unterstützt und nachhaltige, gemeinschaftsbasierte Modelle zur Erweiterung des digitalen Zugangs fördert. UNHCR und ITU danken der GSMA und der Jury der GLOMO Awards für diese Auszeichnung und bekräftigen ihr Engagement für die beschleunigte digitale Inklusion von Flüchtlingen und ihren Aufnahmegesellschaften weltweit. Die beiden Organisationen rufen zu verstärkten Partnerschaften und einer höheren Finanzierung auf, um die langfristigen Vorteile für alle zu sichern.