Mit einer Länge von 37.000 km wird 2Africa eines der weltweit größten Seekabelprojekte sein. Es verbindet Europa (ostwärts über Ägypten), den Nahen Osten (über Saudi-Arabien) und 21 Anlandestationen in 16 afrikanischen Ländern. Das System soll 2023/24 in Betrieb gehen und mehr Kapazität bieten als alle derzeit in Afrika verlegten Seekabel zusammen. Die geplante Kapazität beträgt bis zu 180 Tbit/s in wichtigen Abschnitten des Systems. 2Africa wird dringend benötigte Internetkapazität und -zuverlässigkeit in weiten Teilen Afrikas bereitstellen, den schnell wachsenden Kapazitätsbedarf im Nahen Osten decken und den weiteren Ausbau von 4G, 5G und Festnetz-Breitband für Hunderte Millionen Menschen unterstützen.
In den Ländern, in denen das 2Africa-Kabel anlandet, erhalten Dienstanbieter Kapazität in anbieterneutralen Rechenzentren oder offenen Anlandestationen zu fairen Konditionen. Dies fördert die gesunde Entwicklung des Internet-Ökosystems und verbessert die Zugänglichkeit für Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen.
Das 2Africa-Kabel wurde entwickelt, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen und die Leistung zu maximieren. Es bietet unter anderem die Option einer durchgehenden optischen Querverbindung zwischen Ostafrika und Europa. Die Partner 2Africa und Airtel haben mit Telecom Egypt eine Vereinbarung zur Schaffung einer völlig neuen Querverbindung zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer unterzeichnet – der ersten seit über zehn Jahren. Diese umfasst neue Kabelanlandestationen und die Verlegung von Glasfaser der nächsten Generation auf zwei neuen, separaten Landrouten parallel zum Suezkanal von Ras Ghareb nach Port Said sowie eine neue Unterwasserverbindung, die eine dritte Route zwischen Ras Ghareb und Suez bereitstellt.
Das 2Africa-Kabel nutzt die neue Technologie SDM1 von ASN, die den Einsatz von bis zu 16 Faserpaaren anstelle der acht Paare älterer Technologien ermöglicht und somit eine deutlich höhere Kapazität und Kosteneffizienz bietet. Das Kabel verfügt über optische Schalttechnologie für ein flexibles Bandbreitenmanagement. Die Verlegetiefe wurde im Vergleich zu älteren Systemen um 50 % erhöht, und die Kabelführung meidet Gebiete mit bekannten Unterwasserstörungen. All dies trägt zu einer maximalen Verfügbarkeit bei.
