Cloudbasierte Datenspeicherung und -verwaltung sind grundlegend für die Digitalisierung jedes Unternehmens sowie für die Entwicklung von Systemen aller Art und künstlicher Intelligenz. Deshalb arbeitet Europa an der Etablierung einer europäischen Cloud und der Sicherung seiner Souveränität in diesem entscheidenden Bereich.
Aotec hat auf das Interesse der spanischen Regierung an einer Beteiligung am Gaia-X-Hub reagiert, der den Ausbau der Cloud-Infrastruktur in ländlichen Gebieten fördern soll. „Mikro-Rechenzentren haben sich zu einem Wettbewerbsvorteil entwickelt. Die geografische Verteilung der lokalen Betreiber und ihre überwiegend regionale Ausrichtung können in dieser hybriden Dateninfrastrukturumgebung eine entscheidende Rolle spielen“, erklärt Aotec-Präsident Antonio García Vidal.
Der Verband betont, dass Spanien über eines der modernsten Telekommunikationsnetze der Welt verfügt, das als Bindeglied für dieses neue Ökosystem dienen wird, das in den kommenden Jahren entstehen soll. Dieses Ökosystem wird alle bestehenden und zukünftigen europäischen Cloud-Lösungen vereinen, und lokale Telekommunikationsbetreiber sind ein integraler Bestandteil davon.
Aotec weist darauf hin, dass die Entwicklung der Cloud es ermöglicht hat, Informationen an verschiedenen Orten zu speichern, und setzt daher auf ein verteiltes Rechenzentrumsmodell, bei dem einige Rechenzentren in ländlichen Gebieten angesiedelt sind.
Ziel wäre es, kleine Rechenzentren zu schaffen, die die digitale Wirtschaft in diesen Gebieten ankurbeln und zur Strukturierung des Territoriums sowie zur Überwindung der digitalen Kluft beitragen würden.
Die spanische Datenwirtschaft hatte 2019 einen Wert von 29,7 Milliarden Euro und entsprach 2,5 % des spanischen BIP (European Data Market Study). Diese Zahlen könnten sich bis 2025 verdoppeln und 54,4 Milliarden Euro bzw. 4,1 % des BIP erreichen.
