Diese Lösung ermöglicht auch den Zugang zu den Wohnungen über die bestehende Infrastruktur des Gebäudes, einschließlich verdrillter Zweidrahtleitungen, Telefonleitungen oder Koaxialkabel, vom Dachboden oder Keller des Gebäudes aus.

„Diese Veröffentlichung markiert einen Wendepunkt für Breitbandanbieter und stellt sicher, dass Kunden unabhängig vom Gebäudetyp die gleiche Breitbandanbindung erhalten“, sagte Mike Talbert, FWA-Projektleiter für Mehrfamilienhäuser beim Broadband Forum und Senior Director of Technology bei Wistron NeWeb Corporation. „Durch die Umnutzung bestehender Gebäudeinfrastruktur können mehrere Mieter mit einer einzigen 5G-FWA-Verbindung versorgt werden. Diese Spezifikation verspricht eine effizientere Nutzung der 5G-Ressourcen, ein vereinfachtes und einheitliches Management sowie geringere Betriebskosten für die Betreiber.“.

Die FWA stellt über eine Funkverbindung eine Verbindung für die Kommunikation zwischen einer Basisstation und Benutzergeräten wie 5G-Modems her, die typischerweise in Wohnungen installiert sind.

Für Funkfrequenzen unter 6 GHz eignet sich ein 5G-Netz für Breitbanddienste mit hoher Abdeckung. Für Gigabit- oder Multi-Gigabit-Geschwindigkeiten bevorzugen Basisstationsanbieter jedoch das 5G-Millimeterwellenspektrum „Frequenzbereich 2“ (24–40 GHz). Da in diesem Frequenzbereich beim Durchdringen von Wänden oder Baumaterialien eine zusätzliche Signaldämpfung auftritt, werden Architekturen mit wetterfesten Endgeräten (CPE) bevorzugt, um die Leistung zu maximieren.

„In der Vergangenheit haben Einschränkungen durch Vermieter oder die Bauweise bestehender Mehrfamilienhäuser die Möglichkeiten eingeschränkt, diesen Abonnenten Breitbanddienste mit hoher Kapazität anzubieten“, sagt Christele Bouchat, Co-Direktorin der Arbeitsgruppe Netzwerkarchitektur des Broadband Forums und Direktorin für Strategie und Standardisierung bei Nokia. „Die neueste Spezifikation behebt diese Einschränkungen, indem sie die Installation eines leistungsstarken 5G-FWA-Systems für den Außenbereich ermöglicht, das von Dutzenden von Mietern gemeinsam genutzt und über die bestehende Gebäudeverkabelung angebunden werden kann.“.

Das Projekt begann 2023 und definierte die Architektur und die Anforderungen für die Versorgung mehrerer Mieter in einem Mehrfamilienhaus über FWA unter Verwendung konvergenter und reiner 5G-Netzwerkansätze. Die Dokumente TR-507 und MR-516 stehen zum Download bereit.

Zugang zum technischen Bericht