Dieses Projekt, das eine Investition von 150 Millionen Euro umfasst und als eine der wichtigsten Initiativen der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft gefeiert wird, eröffnet einen Datenkorridor zwischen den beiden Kontinenten und damit neue Möglichkeiten für den europäischen Markt. Das EllaLink-System ist nicht nur die erste direkte Hochgeschwindigkeits-Unterseekabelverbindung zwischen Europa und Lateinamerika, sondern umfasst in Partnerschaft mit Equinix und Interxion auch mehrere terrestrische Verbindungen zwischen strategischen Rechenzentren in Lissabon, Madrid, Marseille, São Paulo, Rio de Janeiro und Fortaleza.
Durch die Schaffung der kürzesten direkten Route zwischen Europa und Lateinamerika, unter Vermeidung des Umwegs über Drittländer, reduziert EllaLink die Latenz im Vergleich zur aktuellen Infrastruktur um 50 % und erreicht einen realen Wert von weniger als 60 ms zwischen Portugal und Brasilien.
In den ersten Monaten des Jahres 2021 wird EllaLink sein Netzwerk ausbauen, um bis Ende des zweiten Quartals voll betriebsbereit zu sein. Geplant sind Verbindungen nach Madeira und Kap Verde sowie nach Marseille, wodurch die Anbindung an Afrika, Asien und den Nahen Osten verbessert wird. Weitere mögliche Anbindungspunkte in Mauretanien, Marokko, Französisch-Guayana und auf den Kanarischen Inseln werden bereits geprüft.
EllaLink hat bekannt gegeben, dass sein Seekabelsystem der nächsten Generation mit geringer Latenz nun in Sines verankert ist. Von dort aus wird die Verbindung nach Lateinamerika hergestellt. Die vollständige Inbetriebnahme wird im zweiten Quartal dieses Jahres erwartet. Damit wird eine beispiellose internationale Vernetzung zwischen den beiden Kontinenten ermöglicht, die über Portugal bis nach Europa führt.
