Dimensional Research führte die Automobilstudie „Das mobile Datenzentrum“ durch, an der 519 qualifizierte Teilnehmer aus den Bereichen Engineering, Forschung und Entwicklung, Fertigung, Innovation und Strategie von Automobilunternehmen und deren Zulieferern teilnahmen, darunter Tier-1- und Tier-2-Zulieferer sowie Auftragsfertiger. Die Teilnehmer aus 30 Ländern wurden befragt, um herauszufinden, welche digitalen Technologien in diesem Segment den größten Einfluss haben und welche Hindernisse die Implementierung fortschrittlicher Fahrzeugarchitekturen und nahtlos integrierter Fahrerlebnisse am stärksten behindern. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen:
● 94 % der Befragten stimmen zu, dass digitale Technologien Chancen für Fahrzeugarchitekturen und Fahrerlebnisse schaffen und dass diese eine stärkere Zusammenarbeit der Beteiligten erfordern
● In weniger als fünf Jahren werden digitale Technologien neue Standardfunktionen in Fahrzeugen ermöglichen, darunter Benutzerschnittstellen über mobile Anwendungen (50%), Streaming von Filmen und Fernsehen (47%), Fernaktivierung neuer/ergänzender Funktionen (46%), Abonnementpreise für wichtige Funktionen (46%), fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (45%) sowie Software-Updates über drahtlose Übertragung (43%).
● 27 % der Befragten glauben, dass die Hälfte aller in den nächsten 10 Jahren verkauften Neuwagen über autonomes Fahren der Stufe IV verfügen wird, während 18 % davon ausgehen, dass es bis zu 30 Jahre dauern wird, bis Stufe V erreicht ist. Konnektivität hat den größten Einfluss. Laut 45 % der Befragten hatte die Konnektivität im Fahrzeug in den letzten fünf Jahren den größten Einfluss auf Fahrzeugarchitekturen und Fahrerlebnisse, gefolgt von Datenspeichersystemen (43 %) und Cloud Computing (43 %).
In den nächsten fünf Jahren werden immersive UX/UI (39 %) und die externe Fahrzeugkonnektivität (32 %), einschließlich 5G und V2X-Kommunikation (Vehicle-to-Everything), voraussichtlich den größten Einfluss haben. Trotz der zunehmenden Bedeutung der Konnektivität herrschte kein Konsens über die wichtigsten Herausforderungen. Diese umfassten Bandbreite (32 %), Dienstqualität (28 %), Netzabdeckung (24 %) und Latenz (16 %). Hindernisse für den Fortschritt: Die größten Hindernisse für die Entwicklung eines mobilen Rechenzentrums waren laut den Befragten in absteigender Reihenfolge Cybersicherheit (54 %), Softwarequalität (41 %), funktionale Sicherheit (36 %), die Anbindung von Fahrzeugen an die Cloud (29 %) sowie Datenspeicherung und -analyse (28 %).
Mehr als zwei Drittel der Befragten glauben, dass Software mehr technologische Probleme verursachen wird als Hardware. Über die Hälfte stimmte zu, dass neue Dienste im gesamten Software-Ökosystem benötigt werden, darunter Betriebssysteme, Modelle der künstlichen Intelligenz, Informationen zur funktionalen Sicherheit und vieles mehr. Die Befragten nannten außerdem kritische Punkte im Automobilsektor, die die Einführung verlangsamen könnten: die Angst der Verbraucher vor autonomem Fahren (43 %), unzureichende Investitionen in 5G-Ladestationen und Antennen (37 %), ein begrenztes Verständnis des Potenzials bei Führungskräften der Automobilindustrie (36 %) und Datenschutzbedenken (34 %).
Es wird erwartet, dass sich Engpässe in der Lieferkette auch auf die Auslieferung von Fahrzeugen der nächsten Generation auswirken werden. Hauptsächlich betroffen sind die Verfügbarkeit und Chemie von Batterien (47 %), Halbleiterchips (45 %), Sensoren (42 %), Leiterbahnen und Kabel (40 %) sowie Steckverbinder (38 %). Erweiterung der Partnernetzwerke: Da Automobilhersteller neue digitale Funktionen und Technologien in ihre Fahrzeuge integrieren, müssen sie ihre bestehenden Partnernetzwerke ausbauen.
Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer wird sich an Konsumtechnologieunternehmen (z. B. Apple, Google usw.), Cloud-Anbieter (Amazon/AWS, Microsoft usw.) und Anbieter mit Schwerpunkt auf digitaler Technologie für die Fahrzeugassistenz wenden, um neue Funktionen zu realisieren. Nahezu alle Befragten sind sich einig, dass die Umsetzung des Potenzials mobiler Rechenzentren eine engere Zusammenarbeit zwischen OEMs, Anbietern und Zulieferern erfordert.
